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Patagonia stellt ersten Wetsuit ganz ohne Neopren her
Patagonia stellt ersten Wetsuit ganz ohne Neopren her
Melanie Schönthier -

Seit Jahren versucht Patagonia, einen neuen, umweltfreundlicheren Weg bei der Produktion von Sportbekleidung zu gehen. Nun hat die kalifornische Firma den ersten Wetsuit ganz ohne Neopren hergestellt – und zwar aus Naturkautschuk.

Wieso tut Patagonia das?

Weil die Herstellung von Neopren Erdöl erfordert, das nicht erneuerbar ist, und außerdem enorme Mengen an Energie verschlingt. "Neopren ist ein übles Zeug, aber lange hatten wir keine andere Wahl", erklärt Hub Hubbard, Patagonia Product Line Manager für Wetsuits. Die Alternative heißt Yulex und ist ein Naturkautschuk, der im Regenwald von Guatemala aus Sonnenlicht, Wasser und Bodennährstoffen produziert wird. Dadurch senkt Patagonia die CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Neos um bis zu 80 Prozent!

Auf dieser Hevea-Plantage entstehen die Patagonia-Wetsuits – ganz ohne Öfen oder Schornsteine, aber dafür mit Sonnenlicht, Wasser und Bodennährstoffen. Auf dieser Hevea-Plantage entstehen die Patagonia-Wetsuits – ganz ohne Öfen oder Schornsteine!

Ein Wetsuit ganz ohne Neopren – geht das überhaupt?

Ja, ziemlich gut sogar. Denn Yulex ist extrem elastisch und robust, besitzt also alle Eigenschaften, die ein guter Wetsuit haben sollte – mit dem Unterschied, dass es ein rein pflanzliches Produkt ist. "Durch unsere Partnerschaft mit Yulex haben wir in eine pflanzliche Alternative investiert, auf die wir nun die gesamte Kollektion umstellen. Das ist der endgültige Abschied von Neopren", meint Hubbard. Das Resultat: Alle 21 Modelle der neuen Fullsuits-Kollektion von Patagonia sind aus Naturkautschuk hergestellt.

Ist das vielleicht nur ein Marketing-Gag?

Nein, denn wer Patagonia kennt, weiß, dass diese Firma ihr soziales und ökologisches Engagement ernst nimmt und seit Jahren immer neue Standards setzt. Wer immer noch nicht überzeugt ist, sollte sich dieses kurze Video über die Produktion von Yulex ansehen. Scheint eine runde Sache zu sein, und mal ehrlich: Alles, was irgendwie hilft, unseren ökologischen Fußabdruck auf diesem Planeten zu reduzieren, ist wert, unterstützt zu werden. Auch wenn man dafür vielleicht ein paar Euros mehr auf den Tresen legen muss...



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