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Rennbericht: iXS Swiss Downhill Cup am Wiriehorn
Rennbericht: iXS Swiss Downhill Cup am Wiriehorn
Laurenz Utech -

Jono Jones und Lea Rutz sind die Sieger des zweiten Rennens des iXS Swiss Downhill Cups am Wiriehorn. 300 Fahrer aus 18 Nationen fanden den Weg ans Wiriehorn und bekamen einmal mehr perfekte Bedingungen vorgesetzt.

Nach zweimonatiger Pause stand am letzten Wochenende der zweite Lauf der Schweizer Downhill Serie auf dem Programm. Die Schweizer Downhill Elite und ihre internationalen Gäste führte es dazu ans Wiriehorn. Der kleine Bikepark im Diemtigtal ist schon lange Teil des iXS Cups, allerdings setzte man im letzten Jahr aus, was natürlich die Vorfreude auf dieses Rennen noch einmal steigerte.

Perfekte Vorbereitung und optimale Bedingungen am Freitag

Das Team des ausrichtenden Vereins Hot-Trail hat wieder ganze Arbeit geleistet und den 2,8 Kilometer langen Kurs mit über 400 Höhenmetern perfekt für das Rennen vorbereitet. Aber auch abseits der Rennvorbereitung war man nicht untätig, schließlich wird in einer Woche der lang ersehnte und nun endlich fertiggestellte Flow-Trail „Old T-Bar“ eröffnet.

Der Freitag empfing die Teilnehmer mit optimalen Bedingungen. Nach dem Track Walk, der im Vergleich zu den deutschen Rennen etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt und eher eine Wanderung als ein Spaziergang ist, stand das freie Training auf dem Programm. 4 Stunden lang hatten die Teilnehmer Zeit, sich den Kurs einzuprägen und die schnellsten Linien zu finden.

Jono Jones legte bereits im Training die schnellste Zeit hin. Jono Jones legte bereits im Training die schnellste Zeit der Elite hin.

Wechselnde Wetterverhältnisse im Training

Der Samstag startete dann mit etwas nassen Verhältnissen und somit hieß es im Pflichttraining, sich auf die neuen Bedingungen einzustellen und die ein oder andere Linie noch einmal zu überdenken. Nach dem Mittag ging es dann mit dem Seeding Run erstmals um die gefahrene Zeit auf dem Kurs. Wie so oft bei Schweizer Rennen war es die Frage, ob die Einheimischen sich gegen die starke Konkurrenz aus dem Ausland behaupten können. In der Elite Men Klasse waren es am Ende zwei Briten, die sich die letzten Startplätze für Sonntag sicherten. Mit einer Zeit von 4:16.565 Minuten und über 8 Sekunden Vorsprung dominierte Jono Jones (GBR - Saracen Bikes) das Rennen. Die zweitschnellste Zeit konnte Guy Gibbs (GBR - www.ride.io) für sich verbuchen. In der recht gering besetzten Klasse der Elite Women war es die seit einer Woche amtierende Schweizer Meisterin Lea Rutz (SUI - iXS Gravity Union), die mit der Bestzeit ihre aktuelle Form unter Beweis stellen konnte.

Schnelle Bedingungen im Finale

Am Sonntag hatte der Wetterverantwortliche wieder ein Herz für Rennfahrer und ließ den Himmel wieder in schönem Blau erstrahlen. Die Strecke trocknete gut ab und somit waren mit schnelleren Zeiten zu rechnen. Schon das Ergebnis der ersten lizenzierten Kategorie, den Pro Masters, unterstrich diese Theorie. Lokalmatador Thomas Ryser (SUI - Radon Hot-Trail Racing) verbesserte seine Zeit vom Vortag um 16 Sekunden und sicherte sich damit den ersten Rang. Zweiter wurde Noah Grossmann (GER), gefolgt von dem Seeding Run Schnellsten Chris Sinden (GBR).

Schweizer Dominanz in der U17 & bei den Damen

Die nächste Klasse war die Pro Youth U17, die Vincent Arbellay (SUI - Cyclone DH Team), nach dem zweiten Platz in Morgins und bei der Schweizer Meisterschaft, nun endlich einmal gewinnen konnte. Den zweiten Rang konnte mit Janosch Klaus (SUI - Team Project) ein Athlet einfahren, dessen Namen man von einigen Siegen im Rookies Cup 2015 her kennen sollte. Als Dritter verließ Elia Saurer (SUI - Radon Hot-Trail Racing) den Platz. Schnellster der Pro Junior U19 Kategorie war Janis Lehmann (SUI), der damit seinen Erfolg von 2014 am Wiriehorn wiederholen konnte. Luca Heinzi (SUI - Radon Hot-Trail Racing) erreichte den zweiten Rang und besetzte auch in dieser Klasse das Podest mit einem Fahrer des ausrichtenden Vereins. Das Podest komplettierte Jack Tennyson (GBR).

Lea Rutz, die frisch gebackene Schweizer Meisterin war erneut siegreich. Lea Rutz, die frisch gebackene Schweizer Meisterin war erneut siegreich.

Die Klasse Elite Women wurde erneut von Lea Rutz dominiert und somit scheint bei der 21-Jährigen nun der Knoten geplatzt zu sein. Nachdem sie bereits bei der SM am letzten Wochenende an beiden Tagen die schnellste Zeit einfahren konnte, wiederholte sie diesen Doppelerfolg nun auch am Wiriehorn und gewann damit zum ersten Mal in der Lizenzklasse ein Rennen des iXS Cups. Géraldine Fink (SUI - Pink Gravity) wiederholte ihr Ergebnis von Morgins und sicherte sich mit dem zweiten Platz die Führung in der Gesamtwertung.

Herzschlagfinale der Elite

In der Elite Klasse war es also die Frage, ob die Schweizer die Revenge in ihrem Sinne entscheiden konnten. Schon frühzeitig wurde die Vortagesbestzeit geknackt und als erstes setzte sich Noel Niederberger (SUI - Swiss Downhill Syndicate) mit einer Zeit von 4:07.175 Minuten an die Spitze. Der Nächste, der diese Zeit unterbieten konnte, war dann einige Augenblicke später Maxime Chapuis (SUI - We ride We respect). Dann kam Lutz Weber (SUI - Swiss Downhill Syndicate), der Schweizer Meister, und unterbot noch mal um 1,5 Sekunden. Jedoch hielt seine Führung genau eine Minute, denn der nächste Fahrer war Felix Klee (SUI - Team Project) und setzte noch mal eins drauf. Somit waren es also nur Schweizer, die die ersten fünf Plätze belegten. Allerdings standen noch drei Fahrer am Start, ein Australier und zwei Briten. Konnten diese also nun noch etwas an der einheimischen Podestverteilung ändern? Als nächster Fahrer überquerte James Maltman (AUS), die Ziellinie. Doch die Anzeigetafel zeigte die achte Position an. Danach kam Guy Gibbs, aber auch bei ihm wurde ein Rückstand von etwa 4 Sekunden angezeigt. Jetzt war es nur noch der Seeding Run Schnellste und als er aus dem letzten Waldstück kam, konnte man es schon erahnen, er sah verdammt schnell aus und hatte nur noch wenige Meter. Die Uhr hielt für ihn bei 4:01.450 Minuten an und offenbarte ein Minus von 1,7 Sekunden. Damit machte Jono Jones den Schweizern erneut einen Strich durch die Rechnung und sicherte sich den Sieg des zweiten Laufs des iXS Swiss Downhill Cups. Zweiter wurde also Felix Klee vor Lutz Weber.

Wiriehorn hat mit diesem Rennen einmal mehr gezeigt, dass es eigentlich nicht im Rennkalender fehlen sollte. Somit darf man hoffen, dass das eine Jahr Pause eine Ausnahme bleibt und Wiriehorn nun wieder fester Bestandteil der Serie bleibt. Weiter geht es mit dem Finale des Cups im Oktober in Bellwald.

Weitere Informationen und die vollständigen Ergebnisse gibt es wie immer unter ixsdownhillcup.com.   

 

Text & Bilder: Racement


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