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Alles, was du gestern beim Hurley Pro verpasst hast
Alles, was du gestern beim Hurley Pro verpasst hast
Stephan Bernhard -

Gestern, am Mittwoch, fand das Finale des Hurley Pro in Trestles statt. Hier erfährst du alles, was du wissen musst, wenn du nicht per Livestream dabei warst.

Das Finale

Jordy Smith und Joel Parkinson standen sich im letzten Heat des Tages gegenüber. Der Swell war etwas kleiner ausgefallen als erwartet und schickte maximal brusthohe Wellen über das Riff aka den Skatepark Kaliforniens. Aber die mangelnde Kraft der Wellen glichen die beiden Surfer durch maximale Power in ihren Turns aus. Teils war es kaum zu glauben, wie flexibel dieser Riese aus Südafrika (Jordy Smith ist 1.88 Meter groß) sich auf seinem Board bewegen kann, wenn er es aufs Rail legt und dabei zu mehr als 50 Prozent im Wasser vergräbt. Sein Konkurrent aus Australien, Joel, tat es ihm beinahe gleich. Aber irgendwie wirkte Joel wie eine ältere, etwas kraftlosere Version von Jordy (Joel ist 35 Jahre alt und die Kommentatoren erwähnen ständig, dass er im Herbst seiner Karriere ist). So ging der Sieg an Jordy und das komplett ohne Diskussionen über die Judges.

Einer von Joels Ritten, für den es 8 Punkte gab. Die Welle war zwar im Halbfinale, zeigt aber im Vergleich gut den Unterschied zwischen Joel  und Jordy.

Ein Ritt von Jordy, für den es 9.23 Punkte gab. Ebenfalls aus dem Halbfinale, aber die Wellen im Finale waren quasi identisch.

Auf der nächsten Seite findet ihr den Air des Tages.

Der Air des Tages...

ging eindeutig auf das Konto von Filipe Toledo. Tatsächlich schraubte sich der Brasilianer in solch eine Höhe über der Wellenlippe und landete dann auch noch komplett im Flachen vor dem Weißwasser, dass die Kommentatoren einen kurzen Schmerzensschrei ausstießen. Sie hatte sich wohl vorgestellt, wie sich ihre Knie und Hüften bei so einer Landung angefühlt hätten. Gereicht hat es für Filipe dennoch nicht, er unterlag Jordy Powermoves, die so viel Spray erzeugten, dass wahre Regenschauer über dem Lineup niedergingen. Wir waren uns ja so sicher, dass Filipe den Contest gewinnen wird (warum erfahrt ihr hier), aber da haben wir uns wohl geirrt.

Ein Air, der so manches Hüftgelenk gesprengt hätte.

Auf der nächsten Seite seht ihr, wie es den Ladys erging.

Die Ladys

Es gab nicht nur den Hurley Pro, sondern gleichzeitig auch den Swatch Women's Pro. Im Finale begegneten sich Stephanie Gilmore und Tyler Wright. Eine interessante Kombination, da die beiden Surferinnen doch für komplett gegensätzliche Surfstyles stehen. Stephanie surft mit viel Flow und scheint mühelos über das Face der Wellen zu gleiten. Tyler packt dagegen in jeden Turn so viel Power, als würde sie dem Stil der Männer nacheifern. Am Ende entschieden die Judges sich für Tyler.

Mit ihrem Sieg in Trestles hat Tyler Wright nun beste Chancen, dieses Jahr auch den Weltmeistertitel zu holen.

Und wie es mit dem Shitstorm gegen die WSL-Tour weiterging, steht auf der nächsten Seite.

Der Shitstorm geht in Runde 2

Nachdem ein paar Entscheidungen der Judges für – vorsichtig ausgedrückt – etwas Verwirrung gesorgt hatten, brach ja ein gewaltiger Shitstorm über die WSL-Tour herein (die Details findet ihr hier). Sogar Kelly Slater, der in der Surfszene die Rolle einer allwissenden Macht spielt, sah sich genötigt, seine Meinung zu den Vorfällen zu äußern. Jetzt scheint es aber so, als ob sich der Shitstorm in zwei Lager aufgespalten hat. Die Brasilianer wittern immer noch Korruption und Verschwörungstheorien. Kein Wunder, wurde doch ihr Star Gabriel Medina ein Opfer der Judges. Daher regnet es aus diesem Lager immer noch Vorwürfe, dass die WSL-Tour John John Florence mit allen Mitteln zum Weltmeister machen will. Das neue Lager, das sich gebildet hat, kommt aus den USA und ist der Meinung, dass die Brasilianer schlechte Verlierer sind. Ihr Aussage lautet verkürzt: Ihr habt verloren, akzeptiert das und hört auf zu heulen.

Ein kleiner Ausschnitt der Kommentare des US-Lagers zum Thema Judges. Ein kleiner Ausschnitt der Kommentare des US-Lagers zum Thema Judges.

Und wie das Rennen um den Weltmeistertitel steht, erfahrt ihr auf der nächsten Seite.

Wer wird Weltmeister?

Wer am Ende des Jahres die Krone tragen wird, weiß noch niemand. Schließlich stehen mit Frankreich, Portugal und Pipeline auf Hawaii noch drei Contests aus. Aber die Top 3 flog früh aus dem Hurley Pro (Stichwort: Shitstorm) und so konnte vor allem Jordy Smith mit seinem Sieg Boden gutmachen. Aber auch Kelly Slater rückte weiter nach oben und verkürzte seinen Abstand zur Spitze. Zur Erinnerung: Für einen Sieg gibt es 10.000 Punkte, für einen zweiten Platz noch 8.000 Punkte, und wer schon in der zweiten Runde rausfliegt bekommt nur 500 Punkte.

Die aktulle Top 10 der Weltrangliste. Die aktuelle Top 10 der Weltrangliste.



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