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Kästle Family auf dem Dach Tirols
Kästle Family auf dem Dach Tirols
Christian Wörndle -

Wenn Pro Team, Marketingabteilung und Fotografen sich im Oktober auf dem Gletscher verabreden, dann klingt das nach Arbeit. Nicht so bei KÄSTLE. Dort heißt das Family Time.

Es ist wie an Weihnachten. In verschiedenen Teilen der Erde packen Leute ihre Koffer, um ein paar Tage mit der Familie zu verbringen. Die einen kommen mit dem Flieger über den großen Teich, die anderen machen sich mit dem Auto über die Berge auf den Weg. Für alle gibt es ein gemeinsames Ziel: eine Alm am Pitztaler Gletscher. Die versteckt sich mitten im Wald auf einem Plateau, draußen eine tolle Sicht Richtung Innsbruck, drinnen einfach, klein und gemütlich - mit Matratzenlager und Holzherd, ohne Schnörkel, ohne Luxus. Schon die Anfahrt zur Larcher Alm hat Abenteuercharakter - Offroad-Challenge und Adventure-Training für Stadtflitzer und Autobahnboliden.

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Nach und nach trudeln die Familienmitglieder ein. Chris und Griffin sind mit Mavis aus den USA angereist. Lorraine kommt mit Zwischenstopp am Arlberg auch gerade aus dem kalifornischen Süden und David hatte in Chamonix zu tun. Aus dem Ländle haben sich mit Patrick, Martin, Katja, Luca, Philipp, Janine und Linda gleich mehrere Autos über den Pass auf den Weg gemacht, Stylistin Christl ist auch schon da. Bald versammeln sich um den einen Tisch in der Hütte 15 Leute.

Während draußen das Fleisch auf dem Grill brutzelt, sprudeln drinnen die Erlebnisse und Stories der letzten Monate aus allen nur so heraus. Es ist schön sich wiederzusehen. Viel gibt es zu bereden und für die bevorstehenden Tage zu planen bevor der letzte Schnaps getrunken wird und alle im Matratzenlager und in den Stockbetten eng zusammenrücken, weil der eisige Wind durch die Latten pfeift.

Fotocredit: "Manuel Ferrigato // KÄSTLE Ski" Fotocredit: "Manuel Ferrigato // KÄSTLE Ski"

„TAGWACHE!“ brüllt Patrick um 04:30 Uhr in gewohnter Bundesheermanier in den Raum. Das ist zwar nicht gerade das, was man unter einem herzlichen „Guten Morgen“ versteht, aber weil nun eh alle wach sind, werden die sieben Sachen für einen Skitag zusammengepackt und es geht zum Frühstück, um dann bereits um 06:30 Uhr am Pitztaler Gletscher zu stehen.

Chris und Luca – der alte Hase und der junge Hüpfer – machen gleich erste Schwünge im Powder und lassen sich dabei ablichten. Der eine zeigt wie’s geht, der andere schaut zu und lernt. Bei Lorraine, David und Griffin funktioniert es umgekehrt. Die verlassen ihr gewohntes Terrain und bekommen von den ehemaligen Weltcupfahrern Katja und Martin Race-Techniktraining. Eine ganz andere „Ski“-Welt tut sich da für die Freerider auf. Statt Powderturns geht es um aggressive Carvingschwünge, die aber nicht minder Spaß machen.

Fotocredit: "Manuel Ferrigato // KÄSTLE Ski" Fotocredit: "Manuel Ferrigato // KÄSTLE Ski"

Danach lädt Zuckerbäckermeister Josef in die höchste Konditorei Österreichs ein. Denn was braucht ein Familientreffen? Genau! Kuchen, der immer am besten schmeckt, wenn man ihn selber macht. Die Aufgabe ist deshalb klar: KÄSTLE Ski zum Naschen soll es geben. Zögerlich gehen drei Teams an die Back-Challenge heran, werden aber bald vom Ehrgeiz „geBacken“ und lassen bei strahlendem Sonnenschein hinter der gläsernen Fasade Hollowtech, Titaneinlagen und Holzkerne aus Kuchenteig, Marzipan und Glasur entstehen.

Abends in der Hütte wartet dann die nächste Challenge: eine Dusche für 15 Personen. Die Zeit nutzen ein paar Hungrige in der Küche aber um „Kässpätzle“ herzurichten, die mit Chris und Mavis schnell neue Fans finden. Auch diese Nacht bleibt nicht ohne Überraschungen. David und Patrick entdecken, dass an der Zimmerwand ein Brett fehlt und der Wind dort hereinpfeift, lassen sich als erfahrene Alpinisten davon aber nicht die Nachtruhe nehmen, sondern rücken einfach noch etwas enger zusammen.

Fotocredit: "Manuel Ferrigato // KÄSTLE Ski" Fotocredit: "Manuel Ferrigato // KÄSTLE Ski"

Am nächsten Morgen finden Wasserkocher und Schlafsäcke für tiefe Temperaturen den Weg  ins Tagesgepäck. Mit Suppe, Speck, Schüttelbrot und Tee sorgt David für den richtigen Proviant fürs geplante Base Camp. Bevor die Zeltstadt am Berg aber aufgebaut wird, sollen noch ein paar Ski getestet werden. David führt Martin, Lorraine und Griffin auf eine kleine Tour mit Gipfelbesteigung und Powderabfahrt, während Patrick gleich drei Mal auf den höchsten Punkt des Gletschers sprintet, weil auf seinem Programm täglich nicht weniger als 3.000 Höhenmeter stehen. Katja, Janine und Philipp hingegen nehmen es auf der Piste locker.

Teamwork ist für den Bau des Basecamps gefragt. David und Griffin zeigen wie’s geht und alle packen an. Anfangs neblig, stürmisch und kalt, zeigt sich der Abend nicht gerade von seiner schönsten Seite. Erst als Lorraine zur Belohnung Suppe serviert, klart der Himmel auf. Mit einem letzten Blick in die sternenklare  Gletschernacht und auf den Sternschnuppenregen verkriechen sich dann alle in ihre Zelte.

Als nach wenigen Stunden Schlaf die Reißverschlüsse der Zelte dann wieder aufgehen, recken sich kalte Nasenspitzen und Glieder in die Dunkelheit. Bei Müsli und Tee beginnt gegen 07:10 Uhr hoch über dem Nebelmeer der Tag am Gletscher mit einem beeindruckenden Sonnenaufgang sowie unverspurten Pisten und endet für alle viel zu früh, weil bereits die nächsten Termine anstehen. Griffin eilt zum Flieger in die USA, David bricht nach München zur E.O.F.T. auf und Luca stellt sich wieder auf die Schule ein. Es ist aber nur ein Abschied auf Zeit. Denn irgendwo in den Bergen wird sich die KÄSTLE Family bald wieder treffen.

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