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Neun Fragen an Jackie Paaso
Neun Fragen an Jackie Paaso
Roman Lachner -

Jackie Paaso organisiert schon seit einigen Jahren Lawinenworkshops in den USA. Jetzt kommt das Konzept von Lady für Ladys auch nach Europa. Vielleicht längst überfällig, nachdem der Freeride-Himmel 2016 tragischerweise um zwei Engel aus der FWT-Szene reicher geworden ist. 

1. Hi Jackie! Du bist mit FWT Champion Reine Barkered verheiratet. Wer von euch beiden ist der Boss, on- und off-piste?

Wenn es nach Reine geht, ist er der Boss – und zwar immer und überall. Jede an­dere Person würde sagen, dass ich die ­Hosen anhabe. Ich glaube, off-piste hat er die Na­se vorne, aber auch nicht immer.

2. Seit 2010 bist du ja Teil der FWT-Familie und konntest die Tour bereits als Fünfte, Vierte und Dritte beenden, letzten Winter sogar als Zweite. Logischerweise gewinnst du dann kommende Saison.

Eine gewisse Eva Walkner, die zugleich eine meiner Projektpartnerinnen ist, hat sicher etwas dagegen. Allerdings haben wir einen Deal am Laufen, dass sie den Xtreme Verbierden Titel gewinnt und ich Titel hole. Man kann ja über alles reden... Ein Spaziergang wird es jedenfalls nicht, auch wenn ich mir über den Sommer meinen kleinen süßen Hintern aufgerissen habe. Also, ich bin bereit!

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3. Ohne Matilda Rapaport, die letzten Win­ter in den Anden bei einer Lawine um­kam, fehlt eine der stärksten und popu­lärs­ten Kontrahentinnen. Warst du schon mal in einer gefährlichen Situation oder hattest du bisher einfach nur Glück?

Zurückblickend bin ich mir sicher, dass es Situationen gab, in denen ich gerade noch davongekommen bin – ohne dass es mir damals bewusst gewesen wäre. Genau das will ich inzwischen vermeiden, indem ich mich noch besser vorbereite.

4. Und wie sieht das dann aus?

Ich beschäftige mich jede Saison intensiv mit der Thematik. Ich muss immer noch viel lernen, obwohl ich schon seit einer ganzen Weile im Freeride-Business bin. Es ist einfach wichtig, mit Leuten im Gelände unterwegs zu sein, die entsprechend ausgebildet sind, um sein eigenes Know-how mit jeder Saison zu erweitern.

5. Vor vier Jahren hast du mit US-Free­ri­de­rinnen Safe AS initiiert. Mit Eva Walkner und Aline Bock gibt es jetzt ein ähnliches Projekt in Europa, das ausschließlich für Ladys ist. Um was geht es da genau?

Aline und Eva haben mich beide kontaktiert, als wir Safe AS in den Staaten launchten. Sie hatten beide die Idee, so etwas nach Europa zu bringen. Das war der Startschuss für Safe on Snow – Women’s Avalanche Clinics, quasi unser amerikanisches Konzept mit europäischem Touch. Check doch mal www.safeonsnow.org aus.

6. Was ist nun das Besondere an euren Camps?

Bei unseren Workshops befinden sich die Mä­dels in einem Umfeld, das sie voranbringen wird. Professionelle Freeskierinnen und Snowboarderinnen teilen ihre Erfahrungen, so­dass wir nicht mehr länger auf das Wissen unserer männlichen Gegenstücke angewiesen sind.

© FWT / Dom Daher © FWT / Dom Daher

7. Wen wollt ihr mit eurem Konzept konkret ansprechen?

Ladys ab 14 Jahren, die ihre Lawinenaus­bildung starten oder auffrischen möchten. Dudes, richtig gelesen: Ladies only!!! Das muss aber nicht so bleiben, denn bei Safe AS gab es letzten Winter bereits ein Event für beide Geschlechter.

8. 25 Chicks auf einem Fleck. Wie schmuggelt man sich als Kerl da rein?

Mit Perücke und Ballerina-Tutu natürlich!

9. Gibt es weitere Pläne für die Saison, abgesehen davon, dass du den FWT-Mädels in den Arsch treten wirst?

Mit Eva hab ich mich bereits über mögliche Projekte ausgetauscht – mit Reine ist auch etwas in Planung. Ihr solltet mir einfach auf Facebook folgen, dann verpasst ihr nichts.

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