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Salomon in Andermatt – The Day of my Season
Salomon in Andermatt – The Day of my Season
Roman Lachner -

Ein Leuchtturm in den Schweizer Bergen? Dieser eidgenössische Schildbürgerstreich am Oberalppass muss sich doch sportlich in Szene setzen lassen, dachte sich Fotograf Christoph Jorda auf der Salomon Team Week in Andermatt. 

Seit ein paar Jahren schieße ich bereits die Bilder für Salomon während der Freeski Team Week. Letzten Winter hat es uns nach Andermatt verschlagen. Das Resort im Kanton Uri ist einfach ein extrem ergiebiges Fleckchen mit scheinbar grenzenlosen Spielmöglichkeiten für Skifahrer. Letzten Winter spielte leider das Wetter nicht ganz mit und die Lawinensituation kann ge­trost als Katastrophe beschrieben werden. Alles suboptimal! Um dennoch etwas Brauch­bares in den Kasten zu bekommen, entschlossen wir uns, mit Zug und Lift durchs Skigebiet zu fahren, um Ausschau nach lohnenden Spots zu halten.

Schließlich verschlug es uns an den Ober­alp­pass und skurrilerweise tauchte dort vor uns im Schneesturm ein Leucht­turm auf – ein Leuchtturm auf der Passhöhe. Uns kam sofort die Idee, dass man dieses abstruse Bauwerk freestyle-mäßig in Szene setzen müss­te. Wir brauchten „lediglich“ einen Inrun, einen Kicker und eine passable Landung zu schaufeln. Zusätzlich wollte ich mit mei­nen Profoto-B1-Blitzen im Turm arbeiten, damit die Fenster leuchten und das Leuchtfeuer des Turms den Skifahrer anstrahlt. Alles wäre zwar aufwändig, aber theoretisch machbar.  Doch der  Leuchtturm war leider zu­gesperrt. Wir mussten im Restaurant gegenüber fragen, ob jemand für das kuriose Küstenbauwerk zuständig wäre.

Und wir wurden fündig. Nach anfänglicher Skepsis händigte uns Regula den Schlüssel für den Turm aus und wir konnten loslegen. Den Schlüssel habe ich übrigens immer noch. Nach fünf Stunden mühsamer Arbeit im Sturm hatten wir schließlich einen passablen Kicker geschaufelt. Fast hätte uns am Ende doch noch das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn der Schneesturm hatte zusehends an Kraft gewonnen und wehte immer wieder den In­run zu – von der miserablen Sicht will ich hier erst gar nicht erzählen. Wie man sehen kann – wir haben es geschafft und all die Mühen haben sich gelohnt. Gott sei Dank!



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