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Choice Split & Freeride Camp by Blue Tomato
Choice Split & Freeride Camp by Blue Tomato
Felix Schäfer -

Beim letzten Choice Split & Freeride-Camp in dieser Saison ging's ins Zillertal. Geheimtipp-Lines und Bluebird, was soll da noch schiefgehen?

Was für ein Saisonfinale! Pünktlich zum letzten Choice Split & Freeride Camp am 07. bis 09. April hatte es nochmal geschneit und das gesamte Zillertal freute sich über perfekte Bedingungen in höheren Lagen. Eine kleine Gruppe fortgeschrittener Splitboarder feierte den Saisonabschluss bei strahlendem Sonnenschein mit First Tracks, guter Laune und einem hammer Wochenende im House 4 Elements am Stummerberg.

Das Zillertal ist beliebt und viele Abfahrten bekannt. Doch es gibt noch immer genügend Geheim-Tipps, um auch noch im April solche Lines zu finden | © The Choice/Fiona Stappmanns Das Zillertal ist beliebt und viele Abfahrten bekannt. Doch es gibt noch immer genügend Geheim-Tipps, um auch noch im April solche Lines zu finden | © The Choice/Fiona Stappmanns

Auch wenn das Zillertal offensichtlich zu der bekanntesten und beliebtesten Tälern der Europäischen Alpen zählt, so hat es auch im April noch jede Menge Touring-Möglichkeiten und erstklassige Abfahrten in unverspurtem Powder fernab von Trubel und Massentourismus zu bieten, wenn man weiß, wo diese zu finden sind.

Das "House 4 Elements" auf 800 Metern war die Homebase beim letzten Choice Split & Freeride Camp 2017 | © The Choice/Fiona Stappmanns Das "House 4 Elements" auf 800 Metern war die Homebase beim letzten Choice Split & Freeride Camp 2017 | © The Choice/Fiona Stappmanns

Das House 4 Elements ist ein uriges Bauernhaus auf 800 Metern Seehöhe auf der Sonnenseite oberhalb von Stumm im Zillertal gelegen und war die gemütliche Unterkunft einer kleinen Gruppe motivierter und fortgeschrittener Splitboarder beim letzten Choice Split & Freeride Camp 2017. Pünktlich zum Sonnenuntergang trafen sich alle am Freitagabend mit Wirtin Pavlina Mikolaskova zum Feierabendbier. Nach dem Abendessen folgte wie immer die Materialvergabe und ein tschechischer Verdauungsschnaps, der allen schließlich dann auch die nötige Bettschwere verpasste.

Bei dem Wetter ist das frühe Aufstehen schnell wieder vergessen | © The Choice/Fiona Stappmanns Bei dem Wetter ist das frühe Aufstehen schnell wieder vergessen | © The Choice/Fiona Stappmanns

Am Samstagmorgen klingelte der Wecker zu einer unchristlichen Zeit. Bekanntlich muss man beim Frühjahrstouren sehr früh aus den Federn, um den besten Schnee zu erwischen. Der erste Blick aus dem Fenster machte das frühe Aufstehen dann aber schnell einfacher. Am strahlend blauen Himmel war über dem gesamten Zillertal keine einzige Wolke zu sehen und die Sonne lugte schon über die Bergspitzen. Nach dem Frühstück machte sich die Gruppe auf nach Hochfügen, wo sie an der Talstation ihren Bergführer Manfred Brandacher traf. Mit dem 8er Jet Hochfügen und Sessellift Waidoffen ging es zum höchstmöglichen Punkt auf 2.313 Metern. Vom Ausstieg des Sesselliftes ging es weiter in den freien alpinen Raum. Eine unverspurte und sehr schöne Abfahrt zur Nurpensalm zauberte allen schon am frühen Morgen ein breites Grinsen ins Gesicht. Von hier aus fellte die Gruppe auf und startete mit den Splitboards durch eine atemberaubende Landschaft in Richtung Roßkopf. 700 Höhenmeter später erreichten alle etwas verschwitzt aber glücklich den Gipfel auf 2.576 Metern. Die Sonne brannte nun richtig vom Himmel. Am Gipfel gab es zur Belohnung etwas Abkühlung und perfekte Fernsicht. Es folgte eine fast 900 Höhenmeter lange Abfahrt über die Pfundsalm zurück ins Gebiet. Alle freuten sich über unverspurte Hänge mit mit perfektem Schnee im oberen Bereich. Auch das bisschen Fußmarsch über die Rodelbahn konnte die gute Stimmung schließlich nicht mehr trüben.

Zurück im House 4 Elements, war der Grill schon angeschmissen und Pavlina war fleißig dabei, das Abendessen vorzubereiten. Jeder hatte noch die Gelegenheit, kurz in der Hängematte oder auf einer der gemütlichen Chill Couchen auf der Terasse zu entspannen. Barfuß und in T-shirts fielen alle dann mit dem Startschuss über das große BBQ her. Bis sich die Sonne über den Bergspitzen verabschiedete, verließ niemand die gemütliche Terrasse. Mit der Sonne waren dann aber auch die Splitboarder ziemlich schnell in ihren Betten verschwunden, denn auch am Sonntag stand der Gruppe ein langer Tag am Berg bevor.

Diesmal war der Hohe Riffler in den Zillertaler Alpen das Ziel der Expedition. Gemeinsam mit dem Bergführer Christoph Garber ging es zunächst mit der Gondel bis zum höchstmöglichen Zustiegspunkt in die Mulde unterhalb der gefrorenen Wand Spitzen. Nun wurden die Splitboards auf Walking-Modus umgebaut und es ging bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen gut gelaunt über schönes, kupiertes Gelände bis zum Quergang der oberen schwarzen Platte in Richtung Schwarzbrunner Kees. Nach einer etwas anstrengenderen und steileren Passage freuten sich alle über die letzten Meter mit moderater Steigung über das Federbettkees und bis zum Gipfel des Hohen Rifflers auf 3.231 Metern Seehöhe. Nach knapp 700 Höhenmetern Aufstieg war man dann doch ganz glücklich, am Gipfel eine kleine Mittagspause einzulegen und das beeindruckende Panorama der Zillertaler Alpen in Ruhe zu genießen.

Mehr weiß-blaue-Perfektion geht ja gar nicht in einem Foto | © The Choice/Fiona Stappmanns Mehr weiß-blaue-Perfektion geht ja gar nicht in einem Foto | © The Choice/Fiona Stappmanns

Nach der Pause und dem Umbau der Splitboards war die Gruppe bereit für eine lange und schöne Abfahrt durch verspieltes Terrain bis hinunter in die Kleegrube. Sonnengebräunt und zufrieden erreichte die Gruppe wieder die Skipiste zwischen Spannagelhaus und Sommerbergalm. Zurück im Haus war noch etwas Zeit, den tollen Tag mit einem frischen Kaffee in der Sonne Revue passieren zu lassen. Dann hieß es Abschied nehmen! Von einem tollen Tourenwochenende unter Freunden und von einer super Splitboard-Saison in den Tiroler Bergen! Ein besonderer Dank gilt dabei den Bergführern Manfred Brandacher und Christoph Graber für die erstklassige Tourenauswahl und Führung, sowie Pavlina für die liebevolle Bewirtung in ihrem einzigartigen Mountain Hostel.

Jetzt heißt es Split- gegen Surfboard eintauschen und ab in die Sommerpause bis zum nächsten Winter | © The Choice/Fiona Stappmanns Jetzt heißt es Split- gegen Surfboard eintauschen und ab in die Sommerpause bis zum nächsten Winter | © The Choice/Fiona Stappmanns

Das war's für die Choice Split & Freeride-Camps in diesem Winter, doch in wenigen Monaten geht es schon mit der neuen Saison weiter!

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Text: The Choice

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Das vierte Choice Split & Freeride-Camp fand Ende März im Kühtai statt. Beste Tourenbedingungen, strahlender Sonnenschein und eine motivierte Gruppe, mehr braucht es für ein erfolgreiches Wochenende nicht.

Das Kühtai bietet für Tourengeher schier zahllose Möglichkeiten | © The Choice/Fiona Stapmanns Das Kühtai bietet für Tourengeher schier zahllose Möglichkeiten | © The Choice/Fiona Stapmanns

Mit seiner perfekten Lage auf über 2.000 Metern über dem Meeresspiegel und nur 35 Kilometer von Tirols Hauptstadt Innsbruck entfernt, gehört das Kühtai womöglich zu den beliebtesten Touren-Gebieten der einheimischen Wintersportler. Aber auch Freerider, Tourengeher und Splitboarder aus ganz Europa haben die vielfältigen Aufstiegsmöglichkeiten, versteckten Seitentäler und tiefblauen Bergseen bereits für sich entdeckt.

Pia Schröter erklärt die Grundtechnik für Spitzkehren. Das mag in der Stube lustig aussehen, aber spätestens am Berg waren alle für die Tipps dankbar | © The Choice/Fiona Stapmanns Pia Schröter erklärt die Grundtechnik für Spitzkehren. Das mag in der Stube lustig aussehen, aber spätestens am Berg waren alle für die Tipps dankbar | © The Choice/Fiona Stapmanns

Die Vorfreude war groß und so trafen sich am Freitagnachmittag insgesamt zwölf Splitboardanhänger und solche, die es werden wollten, auf der Zirmbachalm im Kühtai. Die Gruppe bevölklerte das gesamte Ferienhaus der Alm und bezog zusätzlich einige Zimmer im Haupthaus. Mit ihrer unübertrefflichen Herzlichkeit hatte die Wirtin Waltraud schon von der ersten Minute an alle Herzen gewonnen. Und spätestens nach dem Abendessen fühlte sich jeder in der traditionellen Tiroler Unterkunft richtig wohl. Nachdem sich alle bereits am Nachmittag das passende Material ausgewählt und angepasst hatten, ging es abends um das richtige Handling. Schließlich handelte es sich hier auch um ein Anfängercamp und manche waren in ihrem Leben noch nie mit einem Splitboard unterwegs gewesen. Mit etwas Kreativität und zur Freude und Belustigung aller Anwesenden präsentierte Organisatorin Pia Schroeter dann in der Stube die Grundtechniken des Splitboardens und natürlich auch die Prinzipien der Spitzkehrentechnik. Das sollte sich spätestens am Samstag als sehr hilfreich erweisen.

Als Gentleman der alten Schule hilft Mario Käppeli natürlich gerne. Besonders am Anfang ist das Auffellen der Splitboards gar nicht so einfach | © The Choice/Fiona Stapmanns Als Gentleman der alten Schule hilft Mario Käppeli natürlich gerne. Besonders am Anfang ist das Auffellen der Splitboards gar nicht so einfach | © The Choice/Fiona Stapmanns

Samstagmorgen gint es früh aus den Federn, denn die Bergführer Manfred Brandacher und Reinhard Wetscher erwarteten ihre Schützlinge bereits um halb acht gestiefelt und gespornt vorm Haus. Auch der professionelle Snowboarder Mario Kaeppeli gesellte sich mit dazu, um die Gruppe zu begleiten. Der Wetterfrosch hatte nicht übertrieben. Schon in der Früh strahlte die Sonne vom knallblauen Frühlingshimmel herab. Mit den Autos ging es zum Parkplatz der Issalm. Dort wurde direkt im Splitboard-Modus aufgefellt. Nach dem ersten LVS-Check stapften alle munter drauflos. Aber niemandem war so wirklich bewusst, dass es anfangs ziemlich steil im Wald den Berg hinauf ging.

So mussten auch die blutigen Anfänger direkt zwischen Ästen und gefrorenen Bächen ihre ersten Spitzkehren proben. Früher oder später erreichten dann aber alle gut gelaunt und munter die obere Issalm. Jetzt ging es einen schönen flachen Weg hinauf ins Wörgetal. Am Knappenhaus vorbei tourten die Teilnehmer schließlich in zwei Gruppen bis zum 2.250 Meter hohen Gipfel des wunderschönen Wetterkreuzes. Insgesamt 860 Höhenmeter schafften sogar alle tapferen Splitboard-Neulinge am ersten Tag. Der atemberaubende Ausblick ließ die vorausgegangenen Anstrengungen eher nebensächlich erscheinen. Nach einer ausgiebigen Gipfeljause freuten sich alle auf eine lange Abfahrt zurück ins Tal. Über breite Firnfelder surften die Snowboarder jauchzend durch den aufgeweichten Frühjahrsschnee. Das besagte Waldstück forderte allerdings auch bei der Abfahrt wieder seinen Tribut. Wer sich gut im Slalom-Fahren anstellte, war dabei klar im Vorteil. Ein bisschen Abenteuer und viel Spass gehören einfach immer dazu! Zufrieden und sonnengebräunt trafen sich alle anschließend an der Schirmbar, um den Tag mit einem wohlverdienten Radler ausklingen zu lassen.

Am Sonntag begrüßte das Kühtai seine Gäste mit einem Wechsel aus Sonne und Wolken. Diesmal nutzte die Gruppe die Hohe Mut-Bahn, um schnellstmöglich zum höchstmöglichen Punkt auf über 2.300 Metern Seehöhe zu gelangen. Von dort aus ging mit ein paar Schwüngen zum Fuß der beeindruckenden Staumauer des Finstertal-Speichers. Dort wurde schließlich umgebaut und aufgefellt. Über die Staumauer tourten wir mit den Splitboards auf über 2.500 Meter zwischen Pockkogel und Steiltalspitzen hinauf. Oben angekommen wurde schnell wieder zurück auf Riding-Modus umgebaut. Alle freuten sich über eine schöne Abfahrt in verspieltem Terrain vor der atemberaubenden Bergkulisse und dem türkisblauen Stausee. An einem sicheren Feld im unteren Drittel  der Abfahrt hieß es dann wieder: Abschnallen und Lawinentraining!

Der richtige Umgang mit LVS-Gerät und Sonden ist ein wichtiger Bestandteil eines Freeride-Camps, damit im Ernstfall jeder weiß, was zu tun ist | © The Choice/Chris Riefenberg Der richtige Umgang mit LVS-Gerät und Sonden ist ein wichtiger Bestandteil eines Freeride-Camps, damit im Ernstfall jeder weiß, was zu tun ist | © The Choice/Chris Riefenberg

Vom richtigen Umgang mit dem LVS-Gerät, über die Grob- und Feinsuche bis hin zum effektiven Sondieren, Schaufeln und Bergen; Manfred Brandacher und Reinhard Wetscher verwandelten den kompletten Hang in ein LVS-Übungsgebiet, um ihren Schützlingen die Gelegenheit zu bieten, ganz allein den Ernstfall unter professioneller Anleitung zu proben. Über die Staumauer und ein paar weitere Seitenfelder erreichten dann alle am Nachmittag  unversehrt die Talstation. Was für ein Wochenende! Auch im Frühjahr bietet das Kühtai noch unendlich viele Touren-Möglichkeiten und wir finden, zwei Tage sind einfach viel zu wenig Zeit, um alles zu erkunden!

Ein erfolgreiches und ereignisreiches Wochenende im Kühtai und durchweg begeisterte Camp-Teilnehmer | © The Choice/Chris Riefenberg Ein erfolgreiches und ereignisreiches Wochenende im Kühtai und durchweg begeisterte Camp-Teilnehmer | © The Choice/Chris Riefenberg

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Text: The Choice

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Beim 3. The Choice Split & Freeride Camp am Kaunertaler Gletscher vom 17. bis 19. März gab's zum Abschluss der Saison noch einmal richtig Winter!

Fernab des Massentourismus zählt der Kaunertaler Gletscher zweifelsohne zu den schönsten Freeride-Gebieten Österreichs. Die weite Anreise ist durch eine atemberaubende Aussicht auf mehr als dreißig Dreitausender und eine adrenalinreiche einspurige Fahrt entlang des mächtigen Stausees ziemlich schnell vergessen.

Die ältestes Alpenvereins-Hütte Österreich: Das Gepatschhause | © The Choice/Chris Riefenberg Die ältestes Alpenvereins-Hütte Österreichs: Das Gepatschhause | © The Choice/Chris Riefenberg

Am Freitagnachmittag trudelten zwölf motivierte Splitboarder im Gepatschhaus ein. Die älteste Alpenvereinshütte Österreichs liegt auf 1928 Metern Seehöhe idyllisch auf einer Anhöhe in der Nähe der Gletscherstraße. Bei der traditionellen Gemütlichkeit des unter Denkmalschutz stehenden Hauses und der Herzlichkeit von Wirtin Luzia, kann man es sich  einfach nur gut gehen lassen. Mangelndes Telefonnetz geschweige denn Internet sorgten zusätzlich für größere Kommunikationsfreude der Teilnehmer. Nach der nachmittäglichen Splitboard-Anpassungs Session, Materialausgabe und einem leckeren Abendessen, präsentierten die Mountain-Guides Simon Moest und Mathias Ragg von Sima Alpin ihre Tourenplanung fürs Wochenende. Auch die ehemalige Freeride-Weltmeisterin Aline Bock war dieses Wochenende gemeinsam mit Organisatorin Pia Schroeter im Kaunertal mit dabei.

Wer sich noch nicht selbst genug mit dem Material auskennt, bekommt hilfreiche Tipps an die Hand | © The Choice/Chris Riefenberg Wer sich noch nicht selbst genug mit dem Material auskennt, bekommt hilfreiche Tipps an die Hand | © The Choice/Chris Riefenberg

Am Samstagmorgen hätten die meisten wohl nach dem ersten Blick aus dem Fenster lieber wieder die Decke über den Kopf gezogen. Frischer Kaffeeduft und ein gutes Frühstück konnte sie schließlich doch überzeugen, aus den Federn zu klettern. Im absoluten Whiteout ging es dann mit den Autos in Richtung Gletscher. Durch das Krummgampental startete die Gruppe, angeführt von den beiden Bergführern mit den Splitboards in den Schneesturm. Das winterliche Wetter und die mangelnde Sicht konnten jedoch die Stimmung nicht trüben. Insgesamt 700 Höhenmeter stiefelten die gut gelaunten Splitboarder mit sehr guter Fitness voran. Oben angekommen, hatte es jeder ziemlich eilig, von Hiking auf Riding-Modus umzubauen. Auch wenn man sie jetzt noch nicht sehen konnte, so wartete eine 900 Höhenmeter lange, unverspurte Abfahrt auf die Gruppe. Zwar konnte am Samstag von Pulver keine Rede sein, dennoch hatten alle reichlich Spaß bei der langen Abfahrt durchs Riffltal.

Das Schöne am Splitboarden ist, dass man den Berg ohne jeglichen Touri-Trubel genießen kann | © The Choice/Chris Riefenberg Das Schöne am Splitboarden ist, dass man den Berg ohne jeglichen Touri-Trubel genießen kann | © The Choice/Chris Riefenberg

Nachmittags nutzten die Bergführer die Gelegenheit, die Grundzüge des Touring in Gletschergebieten zu erklären und eine Spaltenbergung zu initiieren. Vielen Dank nochmal für die anschauliche Beschreibung, Mathias und Simon! Nach dem Abendessen und einigen von Luzias selbstgemachten Zirbenschnäpsen später, waren dann alle ziemlich schnell in ihren Betten verschwunden. Es hatte den ganzen Nachmittag durchgeschneit und am Sonntag wollte die Gruppe den Gletscher unsicher machen.

Geschafft! Jetzt kann der Run ins Tal genossen werden | © The Choice/Chris Riefenberg Geschafft! Jetzt kann der Run ins Tal genossen werden | © The Choice/Chris Riefenberg

Pünktlich mit dem ersten Lift starteten wir in einen langen Tag am Kaunertaler Gletscher. Als alle oben angekommen waren, verzogen sich die Wolken zwischenzeitlich und es offenbarte sich ein majestätischer Blick über das gesamte Gletschergebiet. Spätestens jetzt hatten es alle kapiert: Dies war einer der wenigen richtig guten Tagen diesen Winter! Feinster Pulverschnee für alle! Aber nicht mehr lange... Deshalb entschieden wir, schnell die besten Powderabfahrten am Gletscher mitzunehmen! Nach einem Vormittag ungehemmter Tiefschneefreuden hieß es dann: Auffellen und Splitboarden! Es folgte ein kurzer Aufstieg auf die Nörderscharte mit beeindruckendem Blick in den zerklüfteten Gletscher. Zum krönenden Tagesabschluss gab es eine lange Abfahrt über den Gletscher und durch versteckte Rinnen bis zur Talstation des Sesselliftes.

K.O. und sehr zufrieden freuten sich alle über ein letztes gemeinsames Getränk bei der Talstation, bevor es zurück zum Gepatschhaus ging und nach der Materialrückgabe alle schweren Herzens ihren Heimweg antreten mussten. Der Kaunertaler Gletscher hat noch soviel zu bieten und wir kommen gerne wieder, um all diese Lines zu erkunden, die uns an diesem Wochenende nur aus der Ferne angelacht haben. Ein dickes Dankeschön an alle Partner, ohne die die The Choice-Camps nicht möglich wären!"

© The Choice/Chris Riefenberg © The Choice/Chris Riefenberg

Text: The Choice

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The Choice – Splitboarden in der Axamer Lizum

Die Axamer Lizum zeigte sich in ihrer ganzen Pracht | © The Choice/Lukas Riedl Die Axamer Lizum zeigte sich in ihrer ganzen Pracht | © The Choice/Lukas Riedl

Einen Katzensprung von Tirols Hauptstadt Innsbruck entfernt punktet die Axamer Lizum nicht nur mit ihrem einzigartigen Charme, sondern vor allem mit unzähligen Freeride-Möglichkeiten rund um die Kalkkögel. Wie gut, dass die diesjährigen Choice Split & Freeride Camps am 17. Februar in der Axamer Lizum, in die neue Saison starteten! Auch die ehemalige Freeride-Weltmeisterin Aline Bock ließ sich dieses Abenteuer auf einem ihrer Innsbrucker "Hausberge" natürlich nicht entgehen.

Das Birgitzköpflhaus | © The Choice/Lukas Riedl Das Birgitzköpflhaus | © The Choice/Lukas Riedl

So kam am Freitag eine motivierte Gruppe neuer und alter Splitboard-Freunde auf dem Parkplatz der Axamer Lizum zusammen, um das Wochenende mit viel guter Laune einzuläuten. Mit dem letzten Sessellift war dann auch der Materialtransport geschafft und wir machten uns selbst auf den Weg zum Birgitzköpflhaus, das auf über 2.000 Metern mitten im Skigebiet der Axamer Lizum thront.

Danke, Frau Holle! | © The Choice/Lukas Riedl Danke, Frau Holle! | © The Choice/Lukas Riedl

Offenbar meinte es Frau Holle diesmal gut mit uns. Kaum oben angekommen, schüttelte sie dicke Flocken vom Himmel. Nachdem alle ihre gemütlichen Doppel- und Mehrbettzimmer im Birgitzköpflhaus bezogen hatten und nach einem guten Abendessen startete die lustige Schraubpartie zur Anpassung des Testmaterials. Zur Freude der Teilnehmer können dieses Jahr neben den Völkl Splitboards auch die neuen Amplid Splitboards, Plum Splitboards und Bindungen sowie Spark R&D Bindungen kostenlos getestet werden. Auch Freeride Boots von Deeluxe, Lawinenrucksäcke mit dem ABS Airbag System, LVS Geräte, Schaufeln und Sonden von Ortovox und Helme und Schneebrillen von Alpina warteten im Blue Tomato Testcenter auf ihren Einsatz.

Die Axamer Lizum ist ein echtes Freeride-Eldorado | © The Choice/Lukas Riedl Die Axamer Lizum ist ein echtes Freeride-Eldorado | © The Choice/Lukas Riedl

Am Samstag glaubten wir unseren Augen nicht! Über Nacht hatte der Winter Einzug erhalten. Fast 30 Zentimeter Neuschnee verzauberten das gesamte Inntal in eine Winterwunderlandschaft und so langsam begannen sich die Wolken über der Lizum aufzulösen.

Gut gelaunt eilten wir nach dem Frühstück zur Olympiabahn. Vom Hoadl aus ging es gemeinsam mit unserem Bergführer Christian Eberherr von der Freeride Division über den Grat in das Hinterland der berühmten Kalkkögel. Welch majestätischer Anblick, als die markanten Berge plötzlich im strahlenden Sonnenschein blitzten. Nach einer erstklassigen Abfahrt im unberührten Neuschnee hieß es: Umbauen, Auffellen und weiter geht's!

Es folgte ein kurzer Aufstieg mit den Splitboards. Anschließend ging es weiter mit einer adrenalinreichen Gratwanderung. Die Strapazen wurden schließlich mit einer sehr langen Abfahrt im unverspurten Pulverschnee bis ins Tal belohnt. Mit einem breiten Grinsen erwischten wir gerade noch den letzten Sessellift zurück zum Birgitzköpflhaus.

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Gilt auch für die besten Lines beim Freeriden | © The Choice/Lukas Riedl Der frühe Vogel fängt den Wurm. Gilt auch für die besten Lines beim Freeriden | © The Choice/Lukas Riedl

Nach dem Abendessen verschwanden alle ziemlich schnell im Bett. Kein Wunder, denn am Sonntag klingelte der Wecker schon um fünf Uhr morgens. Mitten in der Nacht starteten wir vom Birgitzköpflhaus in Richtung Saile und Nockspitze. Der Aufstieg über ein großes Geröllfeld forderte den einen oder anderen über die Grenzen seiner Komfortzone hinaus. Umso glücklicher waren alle, als sie unversehrt den Gipfel erreichten und die Strapazen mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang über dem Inntal belohnt wurden. Nach dem wohlverdienten Gipfelfrühstück wartete eine lange und wunderschöne Abfahrt in Richtung Stubaital auf die Camp-Teilnehmer. Nach dem Spaß folgte diesmal allerdings die Arbeit. Vor einer massiven Bergkulisse tourten wir, angeführt von Rennmaschine Aline Bock, mit unseren Splitboards zurück zur Saile. Von dort aus fuhren wir durch die Maierrinne in Richtung Birgitzköpflhaus. Nach so einem erlebnisreichen Wochenende fiel allen der Abschlied besonders schwer, aber die Touring-Saison hast ja gerade erst begonnen und ein paar Abeteuer stehen sicherlich noch aus!

Die "The Choice" Splitboard & Freeride-Camps waren bestimmt nicht zum letzten Mal in der Axamer Lizum! | © The Choice/Lukas Riedl Die "The Choice" Splitboard & Freeride-Camps waren bestimmt nicht zum letzten Mal in der Axamer Lizum! | © The Choice/Lukas Riedl

Wir finden, die Axamer Lizum hat sich ihren Namen als Freeride-Eldorado redlich verdient und freuen uns schon auf unser nächstes Camp im Winter 2018!

Text: The Choice


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