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Timofej Mosgow gewann mit Russland 2012 Olympia-Bronze in London
Timofej Mosgow gewann mit Russland 2012 Olympia-Bronze in London © Getty Images

Der Europameister von 2007 kann aufatmen: Der Weltverband hebt die Sperre gegen den russischen Verband zwar nicht auf - doch für Turniere gibt es grünes Licht.

Der Basketball-Weltverband FIBA hat die Sperre gegen die russischen Nationalmannschaften der Männer und Frauen aufgehoben.

Zwar bleiben die Sanktionen gegen den Nationalverband RTF bestehen, wie die FIBA am Sonntag mitteilte. Aber Spieler, Schiedsrichter und Funktionäre dürfen bei offiziellen Turnieren mitwirken - und somit auch bei der EM 2015 (ab 5. September) antreten.

Die Russen treffen in der Vorrunde in Gruppe A auf Gastgeber Frankreich, Bosnien-Herzegowina, Finnland, Polen und Israel und sind ein möglicher Achtelfinalgegner für das deutsche Nationalteam.

Ende Juli war Russland für verbandsinterne Missstände bestraft worden. "Der russische Verband war nicht in der Lage, anhaltende institutionelle und rechtliche Probleme zu lösen und die Kontrolle über die Verbandsgeschäfte zu gewinnen", hatte die FIBA die Suspendierung in einem Statement begründet.

Auslöser war ein Disput zwischen dem Ehrenpräsident des russischen Verbands, Sergej Tschernow, und der neuen russischen Verbandspräsidentin Julia Anikejewa.

Nun will der Weltverband eine Task Force installieren, um zu kontrollieren, dass die RBF ihre Statuten und Regularien den Vorgaben der FIBA entsprechend sowie in Kooperation mit dem russischen Sportministerium und dem Nationalen Olympischen Komitee ändert. Dies müsse bis zum 30. April 2016 geschehen.

Bei einem Ausschluss von der EM hätte der Europameister von 2007 zugleich die Chance verpasst, sich für die Olympischen Spiele 2016 zu qualifizieren.

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