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Spanien
Spaniens Basketballer um Pau Gasol (l.) gewannen 2012 in London Silber © Getty Images

Rio findet möglicherweise ohne die spanischen Basketballer statt. Im Streit zwischen der FIBA Europe und der Euroleague prüft der europäische Verband die nächsten Schritte.

Die FIBA Europe hat im Machtkampf mit der Euroleague offenbar weitere Maßnahmen eingeleitet.

Im Zusammenhang mit der Suspendierung von 14 europäischen Verbänden berät die FIBA offenbar mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) über die Möglichkeit eines Olympia-Ausschlusses für Spanien. Das berichtet die spanische Sportzeitung AS unter Berufung auf den Radiosender Cadena Ser.

Spanien ist als amtierender Europameister eigentlich fix als Teilnehmer für Rio qualifiziert.

Doch nun könnten die Chancen auf eine Olympia-Teilnahme der deutschen Basketballer möglicherweise steigen. Die FIBA hat bereits beim DBB angefragt. ob Interesse an der Ausrichtung oder der Teilnahme an einem Qualifikationsturnier für Rio bestehe.

Das DBB-Team hatte bei der Heim-EM im Vorjahr die Qualifikation für Olympia 2016 eigentlich verpasst.

Die FIBA Europe hatte in der vergangenen Woche laut Medienberichten neben Spanien auch Serbien, Kroatien, Russland, Litauen, Griechenland, Italien, Israel, Montenegro, Mazedonien, Bosnien, Slowenien, Polen und die Türkei von der EM 2017 ausgeschlossen.

Hintergrund ist der Streit um die von der FIBA zur kommenden Saison neu geschaffene Champions League. Finanzschwächere Klubs werden laut FIBA von der Euroleague diskriminiert, dazu sei der neue Vertrag mit den elf Inhabern der A-Lizenz, die zur ständigen Teilnahme am Wettbewerb berechtigt, der eines "Syndikats". Die Klubs hatten sich im November für weitere zehn Jahre an die Euroleague gebunden.

Seit dieser Entscheidung streiten sich beide Parteien um die Klubs und haben bei der Europäischen Kommission Beschwerden gegen das Verhalten des Konkurrenten eingelegt.

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