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ALBA Berlin gegen den FC Bayern Basketball
In der Beko BBL behielten die Berliner im November knapp mit 83:80 die Oberhand © Imago

München - Der FC Bayern geht siegessicher in den Pokalhit - trotz zuletzt zweier Pleiten in Berlin. Svetislav Pesic spricht bei SPORT1 über das Verhältnis zu ALBA. Mit Baldi herrscht Funkstille.

Kein Gedanke ans Verlieren und das erneute vorzeitige Scheitern im Beko-BBL-Pokal. Nachdem der FC Bayern 14 der vergangenen 15 Pflichtspiele gewonnen hat, ist die Brust der Basketballer so breit wie die der Fußballer.

Aber das Selbstbewusstsein sei keineswegs "von den Fußballern übernommen", wie es der ALBA-Vorstandschef Axel Schweitzer während der Finals zwischen seinen Berlinern und den Münchern behauptete.

Kaum gesagt, wurde der FCB erstmals seit 59 Jahren Deutscher Meister - und das auf Berliner Parkett. Acht Monate später, wenn es im Pokal-Viertelfinale erneut zum Gigantenduell (20 Uhr LIVESCORES) kommt, hat sich "nicht viel geändert", sagt Svetislav Pesic. Und meint das rein sportlich.

Funkstille mit dem ALBA-Manager

Atmosphärisch dagegen ist von den verbalen Scharmützeln, welche die Finalserie überschatteten, diesmal nichts zu hören.

Pesic spricht oft von Respekt gegenüber dem Titelverteidiger und auf SPORT1-Nachfrage sogar von einem "sehr guten Verhältnis" zu ALBA, seinem langjährigen Arbeitgeber.

Nur mit Marco Baldi, damals wie heute Manager der Albatrosse, herrscht Funkstille.

Berliner Dominanz dahin

Seitens der Bayern hatte es Vorwürfe gegeben, Baldi beeinflusse in seiner Funktion als Präsidiumsmitglied der Beko BBL die Schiedsrichteransetzungen, Baldi wollte die Ungereimtheiten persönlich am Telefon ausräumen.

Das Gespräch aber steht laut Pesic bis heute aus. "Er hat sich nicht gemeldet. Wenn er sich meldet, werde ich mich freuen."

Doch womöglich haben die Berliner gerade genug zu tun, nach zwei Bundesliga-Schlappen in Folge und dem Verlust der Tabellenführung zu sich selbst zu finden.

Dabei dominierte ALBA monatelang, ließ dem Sieg im Champions Cup gegen die Bayern 14 Erfolge in der Beko BBL folgen. Darunter auch ein erneuter Heimsieg über den FCB.

Djedovic zuletzt erfolgreich ersetzt

"Wir haben mit einem Wurf verloren", erinnert Pesic daran, dass Dusko Savanovic im November freistehend die Siegchance vergab. Zudem seien in dieser Partie mit Anton Gavel und Topscorer Nihad Djedovic zwei Schlüsselspieler verletzt ausgeschieden.

Djedovic (Kapsel-Band-Verletzung am Ellbogen) ist nun erneut außer Gefecht, aber "in einem, zwei oder drei Spielen" könne sein Team das kompensieren. Tatsächlich gelang dies mit drei Kantersiegen.

Und nun? "Wir werden gewinnen", sagt Pesic voraus. Die Münchner Vorteile gegenüber den Hauptstädtern? "Da gibt es einige."

Gavels Defense kann entscheiden

Das Selbstvertrauen dürfte einer davon sein. Zudem verspürt Pesic vor dem K.o.-Spiel keinen größeren Druck als sonst: "Wir müssen immer gewinnen. Ich denke nicht darüber nach, was passiert, wenn wir verlieren."

Bei ALBA schenkt er keinem Akteur übermäßige Aufmerksamkeit. "Sie leben nicht von einem Spieler." Allerdings sei es wie immer wichtig, den gegnerischen Spielmacher gut zu verteidigen.

Und da kann es nicht schaden, Berlins Cliff Hammonds und Alex Renfroe den zweimaligen Defensivspieler des Jahres der Beko BBL, Anton Gavel, entgegenstellen zu können.

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