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ALBA Berlin, FC Bayern, Jonas Wohlfarth-Bottermann, Dunking
ALBA-Center Jonas Wohlfarth-Bottermann feierte gegen den FC Bayern nach zwei Monaten Verletzungspause ein gelungenes Comeback © imago

München - Die Münchner verlieren auch das dritte Saisonspiel gegen Berlin und müssen den Traum vom Pokalsieg begraben. Dafür bejubelt Brose Baskets Bamberg den Einzug ins TOP FOUR.

Aus der Traum vom ersten Pokalsieg seit 47 Jahren:

Titelverteidiger ALBA Berlin hat den deutschen Meister Bayern München aus dem Pokalwettbewerb der Beko BBL geworfen.

Die Hauptstädter von Trainer Sasa Obradovic lösten durch das 74:69 (31:38) im hochemotionalen Gipfeltreffen der Qualifikation das Ticket für das Halbfinale und können weiter vom dritten Pokalsieg in Serie träumen.

München muss hingegen weiter auf den zweiten Erfolg nach 1968 warten, verlor damit auch die dritte Begegnung gegen Berlin in dieser Saison.

Pesic angeblich nicht enttäuscht

"Wir sind nicht enttäuscht. ALBA hat ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Sie haben den Heimvorteil genutzt", sagte Bayern-Trainer Svetislav Pesic bei Beko-BBL-TV.

Berlins Nationalspieler Akeem Vargas sah andere Gründe für den Erfolg: "Wir glauben an uns und spielen den Basketball, den der Trainer will."

Um die Trophäe wird beim Top Four in Oldenburg (11./12. April) gespielt.

Erfolgreichste Werfer der Berliner waren Jamel McLean (19 Punkte) und Alex Renfroe (15). Bei den Münchnern konnten Dusko Savanovic (15), Vladimir Stimac (12) und Heiko Schaffartzik (10) die Niederlage nicht verhindern.

ALBA mit schwachem Start

Nach zuletzt zwei Bundesliga-Niederlagen und dem Verlust der Tabellenführung taten sich die Gastgeber vor 11.678 Zuschauern in der Arena am Berliner Ostbahnhof zunächst schwer. Nach dem intensiv geführten ersten Viertel lag der achtmalige Meister und Pokalsieger ALBA mit 14:19 hinten.

Bis zur Halbzeit blieb es im Duell der Erzrivalen weiter hitzig, vor allem dank der starken Reboundarbeit und einer konsequenten Offensive zogen die Gäste aus München bis auf 38:31 davon.

Die sonst so starke Berliner Verteidigung bekam vor allem Bayerns Flügelspieler Savanovic nicht in den Griff. Der Serbe steuerte allein bis zur Pause zehn Punkte bei.

Renfroe als Antreiber

Nach dem Seitenwechsel fand ALBA jedoch besser ins Spiel und übernahm nach einer schnellen Aufholjagd die Führung (42:41).

Vor dem Schlussviertel führte trotzdem wieder der Meister (54:48), der zuletzt fünfmal in Serie in der Liga gewann.

Im letzten Spielabschnitt konnte ALBA angeführt vom starken Renfroe jedoch erneut aufdrehen und schaffte zunächst den Ausgleich (61:61), ehe die cleveren Gastgeber den verdienten Sieg perfekt machten.

Bamberg schaltet Ulm aus

Auch die Brose Baskets Bamberg stehen im Halbfinale.

Der fränkische Tabellenführer der Liga setzte sich in der Qualifikationsrunde 76:61 (41:24) bei Vorjahresfinalist ratiopharm Ulm durch und spielt in Oldenburg um seinen fünften Pokalsieg.

Trainer Andrea Trinchieri gestikuliert
Trainer Andrea Trinchieri steht im Halbfinale © getty

Bester Werfer der Bamberger war der frühere Ulmer Daniel Theis (17 Punkte). Als Topscorer der Gastgeber kam Brion Rush auf 16 Zähler.

Gastgeber EWE Baskets Oldenburg steht bereits als Halbfinalteilnehmer fest. Um den letzten Platz kämpfen am Dienstag (20.00 Uhr) die Telekom Baskets Bonn und die BG Göttingen.

Stenogramme:

ALBA Berlin  - FC Bayern München 74:69 (31:38)
Beste Werfer: McLean (19), Renfroe (15) für Berlin - Savanovic (15), Stimac (12), Schaffartzik (10) für München
Zuschauer: 11.678

ratiopharm Ulm - Brose Baskets Bamberg 61:76 (24:41)
Beste Werfer: Rush (16), Clyburn (14), Ohlbrecht (12) für Ulm - Theis (17), Robinson (12), Strelnieks (12), Wanamaker (11) für Bamberg
Zuschauer: 6.200

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