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Oldenburg bezwang im Finale Bamberg
Oldenburg bezwang im Finale Bamberg © Getty Images

Die EWE Baskets Oldenburg sind erstmals deutscher Pokalsieger. Im Top-Four-Finale setzten sich die Niedersachsen sensationell gegen die Brose Baskets Bamberg durch.

Der Spitzenreiter der Beko BBL unterlag am Nachmittag nach dem überzeugenden Sieg gegen ALBA Berlin mit 70:72 (34:34) und kassierte seine bislang schmerzhafteste Niederlage unter Trainer Andrea Trinchieri.

Der hatte den Kader bei seinem Amtsantritt im Sommer millionenschwer umgekrempelt und zu 18 Siegen in den vergangenen 19 Bundesliga-Partien geführt.

Matchwinner für die "Donnervögel" war neben Casper Ware, der elf seiner 13 Punkte in der ersten Spielhälfte erzielte und sechs Vorlagen verteilte, der Ex-Bamberger Philipp Neumann (12 Punkte).

Bei den Bambergern ragten Brad Wanamaker und Janis Strelnieks mit 19 bzw. 16 Punkten heraus.

Ware rückt in die Startformation

Nur rund 14 Stunden nach ihrem Zittersieg gegen die Telekom Baskets Bonn beförderte Mladen Drijencic Spielmacher Ware für Julius Jenkins in die Starting Five der Oldenburger.

Erneut begann der Ex-Bamberger Philipp Neumann in der Mitte, der von einer Erkältung geschwächte Adam Chubb blieb erst mal auf der Bank.

Die Brose Baskets starteten vor den Augen ihres ehemaligen Erfolgsgaranten und heutigen Bundestrainers Chris Fleming erneut mit den deutschen Nationalspielern Karsten Tadda und Elias Harris.

Oldenburg treffsicher aus der Distanz

Zwei schnelle Dreier von Chris Kramer brachten die Gastgeber nach vorn, der 1,78 Meter kleine Ware ließ einige gelungene Aktionen folgen.

Auch Philip Zwiener wies mit viel Entschlossenheit die Fähigkeit nach, sich beim Zug zum Korb oder im Rebounding gegen die beste Defensive der Beko BBL durchsetzen zu können.

BEKO BBL Top Four - Day 2
Emotional an der Seitenlinie: Bambers Coach Andrea Trinchieri © Getty Images

Nach 10:18-Rückstand legte Bamberg zu, provozierte Ballverluste und schaffte durch sieben Punkte in Folge den Anschluss. Doch zum Ende des ersten Viertels traf erst Maurice Stuckey für Drei, kurz vor der Sirene dann aus rund acht Metern Ware.

Hatten die "Donnervögel" im Halbfinale nur einen ihrer 15 Dreierversuche verwandelt, waren es diesmal fünf ihrer ersten sieben.

Bamberg mit 13:0-Run

Doch langsam gingen dem Drijencic-Team die Mittel aus, und Bamberg nahm Fahrt auf, wendete das Blatt mit 13 Punkten in Folge zum 30:26 (17.).

MVP-Kandidat Brad Wanamaker und Center Trevor Mbakwe nutzten ihre körperlichen Vorteile aus, Janis Strelnieks seinen lehrbuchreifen Wurf.

Oldenburg ließ sich aber nicht entmutigen und schlug mit Team-Basketball zurück.

Wanamaker nimmt Heft in die Hand

Auch nach der Halbzeit ließ es der Meister von 2009 nicht an Einsatz vermissen. Und nach sieben verworfenen Dreiern war es an Kapitän Rickey Paulding, mal wieder einen zu versenken. Kurz danach verhalf er Chubb zu einfachen Punkten (43:39).

BEKO BBL Top Four - Day 2
Bradley Wanamaker ist einer der absoluten Leistungsträger in Bamberg © Getty Images

Ware hielt nun zu oft unter Bedrängnis drauf und sammelte Fahrkarten. Anders Wanamaker, der seine Farben mit elf Punkten im dritten Abschnitt unaufgeregt mit 54:51 nach vorne brachte.

"Donnervögel" plötzlich wieder vorn

Im Schlussabschnitt bauten die Brose Baskets ihren Vorsprung rasch auf acht Punkte aus - ein Dunking von Mbakwe über Maurice Stuckey demonstrierte die Macht der Oberfranken.

Aber die "Donnervögel" meldeten sich angeführt vom Big Man Neumann mit 13 Punkten in Folge eindrucksvoll zurück und führten vor den letzten 78 Sekunden mit 69:64.

Robinson vergibt Bambergs letzte Chance

Mbakwe traf für die sichtlich angeknockten Bamberger, Ware antwortete mit seinen ersten Punkten nach der Halbzeit.

Darius Miller und Dawan Robinson verkürzten für Bamberg auf 70:71. Neumann verwandelte sechs Sekunden vor Schluss nur einen von zwei Freiwürfen.

Doch mit der Schlusssirene vergab Robinson relativ freistehend die letzte Chance der Bamberger auf den Pokalsieg - und die EWE Arena war ein einziges gelbes Jubelmeer.

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