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Carlon Brown wechselte erst zu dieser Saison von Hapoel Tel Aviv zu den Brose Baskets Bamberg

Trotz Stotterstart wollen die Brose Baskets Bamberg zurück zu erfolgreichen Ufern. Schon in Braunschweig. Aber Stoschek ist gewarnt.

Von Florian Pertsch

München - Sehenswert geht freilich anders. Das musste dann auch Andrea Trinchieri zugeben.

Immerhin gab sich der neue Chefcoach der Brose Baskets Bamberg nach dem Stotterstart in neue Saison der Beko BBL große Mühe, dem Rumpel-Basketball seiner Mannen etwas Forsches wie Positives abzugewinnen.

"Dieser Sieg sah zwar nicht schön aus, aber er schmeckt exzellent", sagte Trinchieri nach dem erst in den Schlusssekunden unter Dach und Fach gebrachten 83:82 (35:42)-Zittersieg über die Eisbären Bremerhaven. (News)

Die Einordnung ließ aber nicht lange auf sich warten: "Wir haben noch Wachstumsschmerzen als ein Team, deshalb war dieser erste Sieg sehr wichtig. Wir haben Millionen von Fehlern gemacht", sagte der 47-jährige Italiener.

Die es tunlichst zu vermeiden gilt, soll es bei den Basketball Löwen Braunschweig (So., ab 15 Uhr, LIVE im TV auf SPORT1 u. LIVESCORES) keine Pleite setzen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Beim ersten Saison-Auftitt vor heimischer Kulisse wurde allzu deutlich, dass noch eine Menge Arbeit auf die Bamberger wartet. (die Beko BBL LIVE im TV auf SPORT1)

Das neuformierte Team muss vor allem Ruhe in sein Spiel bringen. (STENOGRAMME: 1. Spieltag).

Denn: Zehnmal wechselte gegen Bremerhaven die Führung, neunmal stand es unentschieden - ehe die Franken im zweiten Viertel gar vollends ihren Rhythmus verloren und die Eisbären auf bis zu elf Punkten davon ziehen ließen.

Bitterer Beigeschmack dabei: Meister Bayern holte sich ausgerechnet Gavel - und gilt auch in dieser Saison als Titelfavorit.

ALBA beäugt das verstärkte Stoscheks Engagement naturgemäß skeptisch.

Geschäftsführer Marco Baldi mutmaßte bei SPORT1 gar, Trinchieri "könne sich jeden Wunsch erfüllen".

Die Berliner sehen sich selbst im Finanzranking deutlich hinter den beiden großen Bs, legten aber jüngst mit dem Kroaten Marko Banic und dem Ex-Bamberger Alex Renfroe auch noch einmal namhaft nach.

Allzu große Sorgen muss man sich also wohl auch um die "Albatrosse" nicht machen.

Bei allem Bamberger Understatement im Jahr eins nach dem Umbruch verdeutlicht aber eine weitere Aussage Stoscheks, um was es dem erfolgreichen Geschäftsmann geht.

"Wir sind kein Streichelzoo, sondern eine Leistungssport-Organisation", sagte Stoschek bei der "SZ".

Die Betonung liegt dabei auf Leistung.

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