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Löwen-Spielmacher Dru Joyce (l.) kam gegen Heiko Schaffartziks Münchner auf 7 Punkte und 7 Assists
Löwen-Spielmacher Dru Joyce (l.) kam gegen Heiko Schaffartziks Münchner auf 7 Punkte und 7 Assists © imago

München - Nach dem Eurocup-Aus kassiert der Deutsche Meister auch in der BBL eine Heimschlappe. Braunschweig hat den längeren Atem. ALBA zieht gegen Trier den Kopf aus der Schlinge.

Der Deutsche Meister FC Bayern hat am 26. Spieltag der Beko BBL eine überraschende Heimpleite kassiert.

Das Team von Trainer Svestislav Pesic unterlag drei Tage nach dem deutlichen Achtelfinal-Aus im Eurocup erneut zuhause dem Tabellenneunten Basketball Löwen Braunschweig mit 76:80 (40:35). Damit verpassten die Münchner die Chance, sich vorzeitig für die Playoffs zu qualifizieren.

ALBA muss in die Verlängerung

Das gelang mit Mühe und Not ALBA Berlin. Der deutsche Pokalsieger setzte sich gegen die TBB Trier dank eines starken Schlussspurts mit 86:83 (35:45) nach Verlängerung durch und übernahm acht Spiele vor Schluss mit nun 44 Punkten zumindest vorübergehend die Tabellenführung.

Nur zwei Tage nach der Schlappe bei Real Madrid (62:93) in der Turkish Airlines Euroleague ging ALBA vor 9716 Zuschauern mit einem Zwölf-Punkte-Rückstand in das letzte Viertel und rettete sich noch in die Overtime. Spielmacher Alex Renfroe mit 21 Punkten war letztlich der Garant des Berliner Erfolgs.

Beim weiterhin drittplatzierten FC Bayern war Jan Jagla mit 14 Punkten erfolgreichster Schütze. Heiko Schaffartzik und Robin Benzing, seine Kollegen in der deutschen Nationalmannschaft, kamen dagegen nur auf jeweils zwei Punkte, Lucca Staiger wurde nicht eingesetzt.

Pesic: Oft die falsche Entscheidung

"Wir haben in vielen Situationen die falsche Entscheidung getroffen", sagte Trainer Pesic. Angesichts von 20 Offensiv-Rebounds wollte er seinen Mannen den unbedingten Willen aber nicht absprechen.

Für die Niedersachsen war Tim Abromaitis mit 24 Punkten Topscorer, zum Matchwinner avancierte aber Trent Lockett, der das Blatt mit zwei aufeinanderfolgenden Dreiern zum 78:76 wendete. Löwen-Trainer Raoul Korner sprach von einer "Sensation gegen diese übermächtige Mannschaft".

Bamberg siegt souverän

Tabellenführer Bamberg setzte sich am 26. Spieltag gegen die Telekom Baskets Bonn locker mit 89:68 (38:30) durch und verteidigte acht Spiele vor Schluss mit nun 44 Zählern Rang eins.

Beste Werfer der Bamberger waren Ryan Thompson (19 Punkte) und Trevor Mbakwe (17 Punkte).

Playoff-Anwärter EWE Baskets Oldenburg unterlag überraschend dem Abstiegskandidaten Walter Tigers Tübingen mit 82:94 (44:50). Im Tabellenkeller gelang zudem Phoenix Hagen ein wichtiger 91:84 (41:39)-Sieg bei Schlusslicht Crailsheim Merlins.

Stenogramme:

Brose Baskets Bamberg - Telekom Baskets Bonn 89:68 (38:30)
Beste Werfer: Thompson (19), Mbakwe (17), Theis (13), Wanamaker (11), Miller (10) für Bamberg
McConnell (14), Klimavicius (14) für Bonn
Zuschauer: 6800

Alba Berlin - TBB Trier 86:83 (35:45) n.V.
Beste Werfer: Redding (21), Renfroe (21), Vargas (11), Giffey (10) für Berlin
Chikoko (18), Vrabac (18), Anderson (16) für Trier
Zuschauer: 9716

Bayern München - Basketball Löwen Braunschweig 76:80 (40:35)
Beste Werfer: Jagla (14), Savanovic (13), Bryant (12), Taylor (12) für München
Abromaitis (24), Lockett (13), Simon (10) für Braunschweig
Zuschauer: 5807

Crailsheim Merlins - Phoenix Hagen 84:91 (39:41)
Beste Werfer: Otule (18), Sim (18), Timberlake (17), Mosley (15), Agafonov (12) für Crailsheim
Bell (28), Gordon (22), Brown (15), Gregory (10) für Hagen.

Walter Tigers Tübingen - EWE Baskets Oldenburg 94:82 (50:44)
Beste Werfer: Mihailovic (24), Rubit (19), Kashirov (13), McKinney (13), Ratkovica (11) für Tübingen
Ware (18), Jenkins (18), Neumann (18) für Oldenburg
Zuschauer: 2880

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