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Ärger bei Trainer Svetislav Pesic, betretene Mienen bei den Spielern: Der FC Bayern in Frankfurt
Ärger bei Trainer Svetislav Pesic, betretene Mienen bei den Spielern: Der FC Bayern in Frankfurt © imago

Frankfurt am Main - Nach der Pleite in Frankfurt klebt der FC Bayern auf Platz 3 fest. Der Trainer hadert, Heiko Schaffartzik schmort auf der Bank. Die Skyliners könnten K.o.-Gegner werden.

Svetislav Pesic konnte kaum glauben, was passiert war. "Es ist erstaunlich, dass wir das Spiel noch verloren haben", sagte der Trainer des FC Bayern München nach der unnötigen und gleichzeitig teuren Pleite bei den Fraport Skyliners.

Durch das 73:76 wegen eines Totalzusammenbruchs in den Schlussminuten hat sich die Ausgangslage für den Deutschen Meister mit Blick auf die Playoffs der Beko BBL verschlechtert.

Schon jetzt ist klar, dass der Hauptrundensieg wohl nicht mehr zu holen sein wird. Mit 48:14 Punkten ist der Titelverteidiger hinter Alba Berlin (52:8) sowie den Brose Baskets Bamberg (50:10) nur Dritter und hat dazu ein Spiel mehr absolviert.

19 Punkte Vorsprung verspielt

Es sieht sehr danach aus, dass die Bayern, die fünf ihrer sieben Saisonniederlagen auswärts kassierten, nur im Viertelfinale mit Heimvorteil antreten werden.

"Der Heimvorteil ist in den Playoffs eigentlich das A und O, deshalb war die Niederlage heute bitter", sagte Routinier Jan Jagla: "Wir haben komplett den Faden verloren, vor allem offensiv falsche Entscheidungen getroffen. Dann wird es in solch einer Atmosphäre schwierig."

Indirekte Schiri-Schelte

Mit 19 Punkten führten die Münchner zwischenzeitlich, warfen den Sieg im schwachen letzten Viertel (10:28) aber weg.

"Da muss sich der Trainer hinterfragen, aber auch andere Teilnehmer dieses Spiels", sagte Pesic. "Wir haben kaum Freiwürfe bekommen." Die Münchner erhielten 19, die Frankfurter 21.

Mit den Schiedsrichtern war der Ex-Bundestrainer offenbar ebenso unzufrieden wie mit seinen Spielern: "In den letzten sieben Minuten ist alles passiert, was passieren kann."

Heiko Schaffartzik, über den er sich beim Heimsieg gegen Bamberg zwei Tage zuvor genau wie über Kapitän Bryce Taylor, Nihad Djedovic, Anton Gavel und Vasilije Micic geärgert hatte, setzte er gar nicht erst ein. Lucca Staiger wurde nach auskurierter Wadenverletzung geschont.

Frankfurt hat mindestens Platz 7 sicher

Frankfurt - angetrieben von Sean Armand (22 Punkte, vier von sieben Dreiern verwandelt) - hat sich mit dem Erfolg für die Playoffs qualifiziert und mindestens Platz 7 sicher. Der Tabellensechste (38:28) könnte es in der ersten K. o.-Runde wieder mit München zu tun bekommen.

"Viele Leute hatten das Spiel schon abgeschrieben, aber wir haben nie aufgegeben", lobte Trainer Gordon Herbert: "Ich bin stolz auf die Spieler, sie haben Charakter bewiesen."

Den dritten Tabellenplatz haben die Bayern so gut wie sicher, die nächsten Aufgaben sind aber nicht ohne. Erst spielen die Münchner bei Verfolger Telekom Baskets Bonn (4./42:20), dann geht es gegen Berlin und zum Abschluss zu Pokalsieger EWE Baskets Oldenburg (7.).

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