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Bayern, ALBA, Bamberg
Niha Djedovic, Reggie Redding und Daniel Theis gehören in den Playoffs der Beko BBL zu den Players to Watch © Getty

München - Bamberg gilt neben ALBA Berlin und Titelverteidiger Bayern München als Topfavorit in den Playoffs. SPORT1 analysiert die Teams und die Viertelfinalpartien.

Gewinnen oder nach Hause fahren. Die heiße Phase der Basketballsaison beginnt: Playoff-Zeit in der Beko BBL. 

Zum Auftakt gewann ratiopharm Ulm bei den Telekom Baskets Bonn mit 75:73 (36:39).

Im "Best-of-five"-Modus wird in drei Runden der Deutsche Meister ermittelt. Die besten acht Mannschaften der regulären Saison sind für die Endrunde qualifiziert und duellieren sich in der ersten Runde.

SPORT1 überträgt zahlreiche Spiele der Playoffs der Beko BBL LIVE im TV und im LIVESTREAM:

Brose Baskets Bamberg (1.) vs. MHP Riesen Ludwigsburg (8.)

Bamberg qualifizierte sich als Spitzenreiter für die Playoffs und spielte über die Saison gesehen auch am Konstantesten. Der jüngste Sieg im Topspiel über ALBA Berlin (78:72) gibt dem sechsfachen Deutschen Meister zusätzliches Selbstvertrauen und unterstreicht die Titelambitionen.

Ryan Thompson
Ryan Thompson erzielt pro Partie 13,8 Punkte © Getty Images

Der Kader ist mit deutschen Leistungsträgern wie Elias Harris und Daniel Theis sowie internationalen Stars wie Bradley Wanamaker und Ryan Thompson extrem ausgeglichen und auch in der Breite hervorragend besetzt. Bamberg hatte in der Hauptrunde die beste Feldquote aller Mannschaften.

Ludwigsburg stellt mit David Kennedy (18 Punkte im Schnitt) den Top-Scorer und mit Jon Brockmann (9,6 Rebounds) den Top-Rebounder der Liga. Dazu spielt nach wie vor Michael Stockton, Sohn von Ex-NBA-Star John, bei den Riesen. Coby Karl dagegen ging zurück in die USA. Ludwigsburg sicherte sich das Playoff-Ticket erst im letzten Spiel in Göttingen (85:81).

ALBA Berlin (2.) vs. EWE Baskets Oldenburg (7.)

Jamel McLean von ALBA Berlin
Jamel McLean spielt seine erste Saison im Trikot der Albatrosse © Getty Images

In der Euroleague stellte ALBA in dieser Saison schon unter Beweis, dass man zu den Großen des europäischen Basketballs gehört. Top-Scorer Jamel McLean (13,9 Punkte), der vielseitige "Main Creator" Reggie Redding und Defensivspezialist Clifford Hammonds - nur drei von vielen Gründen für Berlins Erfolg.

Oldenburg verkaufte sich in der regulären Saison mit Platz sieben unter Wert. Zu was die Mannschaft in der Lage ist, stellte sie mit dem Pokalsieg und Erfolgen gegen Berlin und Bamberg unter Beweis.

Julius Jenkins und Rickey Paulding sind die Go-to-Guys für die Crunch-Time. Von den Namen her ist Oldenburg eine gefährliche Nummer. Wahrscheinlich die interessanteste Serie in der 1. Runde!

Die Playoffs der Beko BBL in der Übersicht
Die Playoffs der Beko BBL in der Übersicht © SPORT1

FC Bayern München (3.) vs. Skyliners Frankfurt (6.)

Für den amtierenden Meister war die Saison bisher ein Auf und Ab. Deutliche Siege wechselten sich mit überraschenden Niederlagen ab.

FC Bayern Muenchen v Brose Baskets - BBL
Svetislav Pesic will mit den Bayern den Meistertitel verteidigen © Getty Images

In den Spitzenspielen überzeugten die Bayern - und dann wieder nicht. Coach Svetislav Pesic schimpfte immer wieder mit seinem Team, das durch die zahlreichen Verletzungen (unter anderem Nihad Djedovic, Vasilije Micic, Bryce Taylor und Paul Zipser) auch herbe Verluste hinnehmen musste. Die Defensive war bei Bayern immer wieder ein Problem.

Die Frankfurter, die nun schon seit einigen Jahren auf junge, deutsche Spieler setzen, sind nach vier Jahren mal wieder in der Postseason. 2010 waren sie Vizemeister, die Zeiten sind allerdings vorbei. Die Mannschaft um den deutschen Forward Danilo Barthel und US-Guard Justin Cobbs überzeugt durch gute Defensive und ein diszipliniertes Spiel.

Telekom Baskets Bonn (4.) vs. ratiopharm Ulm (5.)

Gegen Ulm zweimal verloren, dafür gegen die Spitzenteams Bamberg und Bayern zu Hause gewonnen: Gerade Bonns Offensive ist an einem guten Tag nur schwer zu stoppen. Das Team ist gerade deshalb so gefährlich, weil es nicht über einen Go-to-Guy auszurechnen ist, sondern viele treffsichere Schützen in den Reihen hat. Im Rebound und in der Defensive kann die Mannschaft dagegen noch zulegen.

Ratiopharm Ulm v ALBA Berlin - BBL
Will Clyburn ist einer der athletischsten Spieler der Beko BBL © Getty Images

Nationalspieler Per Günther geht in Ulm sowohl bei der Punkteausbeute (13,4 Punkte) als auch bei den Vorlagen (4,9 Assists) voraus. Tim Ohlbrecht ist nach zwei Meisterschaften in der D-League erfahrener und konstant am Brett (5,5 Rebounds), dazu der athletische Allrounder Will Clyburn (12,9 Punkte, 7,7 Rebounds) – mit Ulm ist wie in den letzten Jahren zu rechnen.

Der ganz große Wurf aber nach wie vor eher unwahrscheinlich. Vermutlich das ausgeglichenste Duell in der 1. Runde - das zeigte auch schon die spannende Partie zum Auftakt.

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