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Hamburg Towers
Die Hamburg Towers belegten in der Vorrunde der ProA Rang acht © Imago

München - Nach dem Rückzug der Artland Dragons aus der Beko BBL stellt sich die Frage nach möglichen Nachrückern. Von einer Wildcard-Regelung könnte eine Großstadt profitieren.

Nach dem Rückzug der Artland Dragons aus der Beko BBL stellt sich die Frage nach den möglichen Nachrückern für die kommende Saison.

Eine Liga mit 17 Teams kommt für die Liga nach SPORT1-Informationen eher nicht in Frage.

Als sportliche Aufsteiger aus der ProA stehen die Giessen 46ers und die s.Oliver Baskets Würzburg fest.

Allerdings muss der Lizenzierungsausschuss am Donnerstag noch prüfen, ob die beiden Klubs die wirtschaftlichen Voraussetzungen erfüllen.

Trier wohl chancenlos

Für ein 18. Team könnte die Liga eine Wild Card vergeben.

Von dieser Regelung profitierte zuletzt Ludwigsburg, das 2013 als 17. eigentlich abgestiegen war, dann aber den Platz der Düsseldorf Baskets einnahm.

Ob der diesjährige 17., die TBB Trier in den Genuss dieser Regelung kommt, ist allerdings fraglich.

Gegen Trier läuft ein Insolvenzverfahren. Trotz allem beantragte der Klub eine Lizenz für beide Ligen.

"Nach dem Insolvenzverfahren sehe ich das eher schwierig. Man darf nicht vergessen, dass ein Wildcard-Zuschlag mit einer Gebühr von 250.000 Euro verbunden ist", zeigte sich Dirk Kaiser, Sprecher der Beko BBL, bei SPORT1 skeptisch.

Hohe Hürden für Hamburg

Eine Wildcard könnte auch ein Team bekommen, das den sportlichen Aufstieg verfehlt hat, aber wirtschaftlich ein Zugpferd für die Liga darstellen könnte.

Dabei kommen in erster Linie die Hamburg Towers in Frage.

Das Team, bei dem Ex-Nationalspieler Pascal Roller die Geschäftsführung innehat, landete in der Vorrunde der ProA-Saison auf Rang acht und schied dann im Viertelfinale der Playoffs aus.

"Hamburg würde von der Hallensituation die Bedingungen erfüllen. Die Nachwuchsteams in der JBBL und NBBL sind dort gegeben", nennt Kaiser positive Argumente für die Hansestädter.

Das Finden von weiteren Sponsoren sollte in der Metropolregion Hamburg auch im Hinblick auf die Olympia-Bewerbung 2024 kein Problem sein.

Allerdings müssten die Hamburger noch einige strukturellen Hürden überwinden, um eine Chance auf ein Wildcard-Verfahren zu bekommen, wie Kaiser erklärt:

"Die Towers müssten erhebliche Veränderungen vornehmen, da wir Regularien und Standards vorgeschrieben haben, die der Klub erfüllen muss. Zum Beispiel einen hauptamtlichen Geschäftsführer, Marketing-Manager, PR-Manager, Ticketing-Manager und zwei hauptamtliche Jugendtrainer."

Köln gerade erst aufgestiegen

Ähnlich gute wirtschaftliche Voraussetzungen hätten noch die Rheinstars Köln, die allerdings erst in die zweite Liga, die ProB aufgestiegen sind.

Bei den Kölnern ist Weltmeister Lukas Podolski als Klub-Gesellschafter tätig.   

Ob es allerdings überhaupt zu einem Wildcard-Verfahren kommt, wird nicht nur durch die Ligaführung in Eigenregie entschieden.

Stattdessen muss eine Mehrheitsentscheidung der Bundesliga-Klubs zugrunde liegen.

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