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FC Bayern Muenchen v Brose Baskets - BBL
John Bryant, Nihad Djedovic und Dusko Savanovic (v.l.) sind drei der wichtigsten Scorer des FC Bayern München © Getty Images

München - Von Verletzungen in der Saison gebremst, kann Titelverteidiger Bayern zum Playoff-Start gegen Frankfurt aus allen Rohren ballern. Coach Pesic ist unzufrieden.

Schluss mit dem Gefeilsche um einen Tabellenplatz, Schluss mit taktieren und abwägen.

Die Playoff-Würfel sind gefallen und für Titelverteidiger Bayern München bedeutet das, es geht im Viertelfinale der Beko-BBL-Playoffs als Erstes gegen die Skyliners Frankfurt (ab 20.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, im LIVESTREAM und im LIVETICKER).

Hinter Bamberg und ALBA Berlin mussten sich die Münchner nach der regulären Saison in der Tabelle einordnen, zu selten konnten die Bayern auf ihren kompletten Kader zurückgreifen.

Der Playoff-Baum der Beko BBL
Die Beko-BBL-Playoffs 2015 © @SPORT1

FC Bayern erstmals komplett fit

Die Verletztenliste in der Saison 2014/15 ist länger als der Titel-Nachweis von Trainer Svetislav Pesic, der wiederholt in der Saison erklärte, so etwas noch nicht erlebt zu haben.

Doch jetzt, pünktlich zu den Playoffs melden sich alle Spieler beim Meister fit und der Bayern-Motor kann endlich auf allen Zylindern laufen.

"Wir haben das erste Mal seit Wochen keine Verletzten. Alle sind gesund, das hatten wir eigentlich noch nie in dieser Saison. Wir haben jetzt gut Fahrt aufgenommen", freute sich Youngster Paul Zipser im Gespräch mit SPORT1, der die Meisterschaft im letzten Sommer selbst auf Krücken feiern musste.

Titelverteidigung ist das klare Ziel

Der Titel, um nichts anderes geht es bei Bayern, und das wird auch offensiv nach außen getragen.

"Wir haben uns die Titelverteidigung vorgenommen und ich bin der Meinung, dass wir beste Voraussetzungen dafür haben", gibt sich Vizepräsident Rudolf Schels selbstbewusst.

Es wird kein leichtes Unterfangen gegen die zwei anderen großen Bs der Liga, die der Münchner Übermacht in dieser Spielzeit deutlich besser Paroli bieten konnten als letztes Jahr.

Pesic-Premiere als Kick?

Vielleicht auch deswegen wurde die Deutschland-Premiere der Pesic-Dokumentation genau vor den Start der Post-Season gelegt.

Einerseits um den Spielern noch einmal vor Augen zu führen, was 2014 erreicht wurde und andererseits, was für einen ultraerfolgreichen Trainer sie als Boss haben.

Pesic hat schon schwierigere Missionen mit einem Pokal gekrönt, unvergessen sein Europameistertitel 1993 mit der deutschen Nationalmannschaft.

Respekt vor Skyliners

Da wirkt der aktuelle Gegner Frankfurt nur wie eine kleine Hürde, die Pesic aber trotzdem nicht unterschätzen will.

"Sie sind eine sehr physische Mannschaft, vor allem im Rebounding“, warnt Pesic und lässt eine Trainerweisheit vom Stapel, die jedes Phrasenschwein zum Bersten bringen würde: "Playoffs haben eigene Regeln: Das erste Spiel ist schwer, das zweite noch schwerer und das dritte Spiel einer Serie kann dann schon entscheidend sein."

Mit schlotternden Knien gehen die Bayern aber sicherlich nicht in das Best-of-Five-Duell, denn Pesic hat noch genug Zeit, um eine Debatte über die deutschen Nationalspieler zu eröffnen.

Pesic kritisiert deutsche Nationalspieler

Deutsche Spieler seien allgemein "bequem" geworden, findet der Ex-DBB-Coach in der Süddeutschen Zeitung.

Dies sei an den Ergebnissen der Nationalmannschaft abzulesen: "Die haben Probleme, gegen Österreich oder Polen zu gewinnen, und sich für die Europameisterschaft zu qualifizieren."

Einige würden denken: "Ich bin Nationalspieler, es ist schön hier bei Bayern. Aber wenn ich es nicht schaffe, dann gehe ich woanders hin", so der Serbe. Manchen Profis fehlten "definitiv die Ambitionen".

Klingt nicht gerade erbaulich für Bayerns DBB-Spieler Heiko Schaffartzik, Robin Benzing und Lucca Staiger.

An der Spielzeit des Trios in den Playoffs wird sich zeigen, ob auch sie gemeint waren.

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