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Nach dem Debakel im ersten Halbfinalduell mit ALBA Berlin hat Trainer Svetislav Pesic vom FC Bayern Basketball seine Mannschaft in die Pflicht genommen.

"Es wird von uns scheinbar erwartet, dass wir jetzt irgendwelche Tricks im nächsten Spiel anwenden. Aber das Einzige, was zählt, sind harte Arbeit und Disziplin", sagte Pesic vor Spiel zwei der Best-of-Five-Serie im Halbfinale der Playoffs der Beko BBL (JETZT LIVE im TV auf SPORT1).

Pesic stachelt seine "Junioren-Mannschaft" an

Mit seinen Spielern ging Pesic nach der 55:81-Pleite im ersten Spiel in Berlin hart ins Gericht. "Wir haben in Berlin zwei Mannschaften erlebt: eine Senioren-Mannschaft von ALBA und eine Junioren-Mannschaft aus München", sagte Pesic.

Seinem Team habe es an Erfahrung gefehlt, es sei zudem naiv aufgetreten. "Wir haben alles akzeptiert, was passiert ist und sind nur hinterhergelaufen", stellte der 65-Jährige fest.

Bei der Neuauflage des Vorjahresfinales hatte Titelverteidiger Bayern in jeder wichtigen Statistik das Nachsehen. Die Dreier-Quote (18 Prozent zu 36 Prozent), die Rebounds (28:36) und die Ballverluste (16:10) spiegelten das ungleiche Kräfteverhältnis wider.

Heimbilanz spricht für Bayern

Dennoch glaubt Pesic in eigener Halle gegen die Albatrosse an die Wende. "Ich bin hundertprozentig überzeugt, dass die Spieler einen Weg finden werden, ihr Spiel umzustellen." Ein Blick in die bisherige Bilanz gegen ALBA lässt hoffen: Die Berliner konnten in den Playoffs bislang keines ihrer vier Gastspiele im Münchner Audi Dome gewinnen.

"In München haben die Bayern natürlich den Heimvorteil auf ihrer Seite", sagte ALBA-Cheftrainer Sasa Obradovic und warnte: "Egal was im ersten Spiel war, es sind Playoffs, und da kann es sich schnell in eine andere Richtung drehen. Bayern hat in dieser Saison schon oft bewiesen, dass sie von Niederlagen gut zurückkommen können."

Ihre Comeback-Qualitäten zeigten die Bayern unlängst auch im Viertelfinale gegen Frankfurt, als nach einer Pleite im ersten Auswärtsspiel zwei deutliche Siege gelangen.

Mit den Fans im Rücken hofft Pesic nun auf einen Erfolg, denn auch der Bayern-Trainer weiß, dass durch eine weitere Niederlage der Finaleinzug in weite Ferne rücken würde. "Es wäre besser mit einem 1:1 vor dem dritten Spiel nach Berlin zu fahren als mit einem 0:2", betonte Pesic.

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