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Dawan Robinson und Janis Strelnieks (M.) bejubeln den entscheidenden Korb der Brose Baskets Bamberg 0,1 Sekunden vor dem Ende © Imago

München - Der FC Bayern München gibt im zweiten Finalspiel gegen Bamberg den Sieg aus der Hand und verpasst die mögliche Vorentscheidung. Ein Leistungsträger droht auszufallen.

Eine Sekunde klingt nach wenig Zeit. Doch im Basketball reicht sie, um über Sieg und Niederlage - und vielleicht sogar eine Meisterschaft - zu entscheiden.

39 Minuten von 40 Minuten lag der FC Bayern München gegen die Brose Baskets Bamberg im zweiten Spiel der Finalserie in Führung und ging am Ende doch als Verlierer vom Feld.

0,1 Sekunden waren noch auf der Uhr, als Dawan Robinson die Bayern schockte und mit dem Treffer zum 80:78 (35:49)-Sieg die Aufholjagd seiner Mannschaft krönte.

FC Bayern ratlos

Die Schlusssirene ertönte und auf den Rängen herrschte ungläubiges Staunen, wie der Titelverteidiger das Spiel noch herschenken konnte.

"Bamberg hat nicht gewonnen, weil sie gut gespielt haben", sagte Nihad Djedovic nach der Partie: "Wir haben ihnen den Sieg gegeben."

Auch Andrea Trinchieri, Coach der Brose Baskets, konnte sich den Ausgleich in der Best-of-Five-Serie nicht so ganz erklären. "Wir haben es heute geschafft, ein Spiel zu gewinnen, das für uns über 30 Minuten sehr, sehr schlecht aussah. Wir haben lange unglaublich schlecht gespielt", sagte der Italiener.

Djedovic und Co. geht die Kraft aus

Über fast die komplette Spielzeit hatten die Münchner die Partie unter Kontrolle. Doch in der entscheidenden Phase war der Tank der Bayern leer.

"Uns hat am Schluss die Kraft gefehlt", sagte Sportdirektor Marko Pesic auf SPORT1-Nachfrage: "Wir waren ziemlich platt und hatten nicht die Konzentration, die man in so einem Spiel braucht."

Vor allem offensiv ging die Energie flöten. So blieb Nihad Djedovic, der in der ersten Halbzeit immer wieder Löcher in Bambergs "Mozzarella-Defense" (O-Ton Trinchieri) gefunden hatte, nach dem Seitenwechsel ohne Zähler.

"Er hat viel Kraft in der Defense gelassen", erklärte Trainer Svetislav Pesic auf SPORT1-Nachfrage.

Bangen um Gavel

Denn Djedovic musste hinten häufig gegen Wanamaker ran, da Defensiv-Ass Anton Gavel mit Hüftproblemen beeinträchtigt war und im Schlussviertel überhaupt nicht mehr aufs Feld konnte. Sein Status für den Rest der Serie ist ungewiss.

Statt Vorentscheidung heißt es für den FCB nun also Wunden lecken vor der Auswärtspartie in Bamberg am Sonntag (ab 18.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

"Wir müssen Kraft sammeln, regenerieren, gucken was mit Anton ist und uns sehr gut auf Spiel 3 vorbereiten", schaute Marko Pesic bereits nach vorne.

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