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Bamberg - Die Brose Baskets Bamberg drehen gegen den am Ende kraftlos wirkenden Meister Bayern die Finalserie zu ihren Gunsten. Eine Verletzung bereitet den Bambergern aber Sorgen.

Matchball Bamberg: Den Basketballern der Brose Baskets Bamberg fehlt nur noch ein Erfolg zur siebten Meisterschaft.

Unter den Augen von NBA-Star Dennis Schröder bezwang der Vorrunden-Primus in seiner "Frankenhölle" den amtierenden Champion Bayern München im dritten Playoff-Finale der Bundesliga mit 91:79 (44:44) und ging in der best-of-five-Serie mit 2:1 in Führung.

Vor allem der starke Lette Janis Strelnieks verhinderte mit seinen 16 Punkten ein erneutes "Heim-Fiasko" des ehemaligen Serienmeisters, der im ersten Finale noch entzaubert worden war und seine erste Heimniederlage der Bundesliga-Saison kassiert hatte.

Bryants 20 Punkte reichen nicht

Am Sonntag reichten den Münchnern vor 6800 Zuschauern in der ausverkauften Halle auch 20 Zähler des auffälligen John Bryant nicht für einen erneuten Auswärtscoup.

Sollte dieser wiederum den Bambergern am Mittwoch (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) in München gelingen, wäre das brisante bayerisch-fränkische Duell entschieden und die Bayern wieder entthront. Gelingt der Mannschaft von Trainer Svetislav Pesic jedoch der 2:2-Ausgleich, muss ein fünftes Spiel am Sonntag in Bamberg für die Entscheidung sorgen.

"Wir haben ein schweres Spiel vor uns, aber wir wollen den Sack zu machen", sagte Bambergs Nationalspieler Elias Harris: "Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich noch ein Heimspiel will."

Pesic war nach der klaren Niederlage sichtlich angefressen: "Unsere Defensive war eine Katastrophe", sagte der Serbe: "Wenn nichts hilft, muss man auch mal foulen. Das gehört zum Basketball dazu."

Bamberg erwischt besseren Start

Bambergs Coach Andrea Trinchieri hatte im Krimi unter der Woche, als sein Team erst 0,1 Sekunden vor Schluss den 80:78-Sieg perfekt machte, lange Zeit "Leidenschaft und Wille" vermisst. "Keine Offensive, keine Defensive" wollte er wahrgenommen haben.

Dieses Mal erwischten die Gastgeber in einer äußerst hochklassigen und mitreißenden ersten Halbzeit den deutlich besseren Start - nach nicht einmal zwei Minuten lag Bamberg bereits mit 8:0 in Führung. Die Arena tobte - und war nur vier Minuten später wieder leise, als die Bayern erwacht und zum Ausgleich gekommen waren.

Auch in der Folgezeit ließen die Gäste nicht locker, leisteten sich vor allem in der Offensive weniger leichte Fehler und erspielten sich zum Auftakt des zweiten Viertels sogar die Führung. Absetzen konnten sich die Bayern in dieser Phase allerdings ebenso wenig wie die Hausherren, die einen packenden Kampf auf Augenhöhe lieferten.

Bayern wirkt am Ende kraftlos

Wie im ersten Abschnitt waren es auch nach dem Seitenwechsel die Bamberger, die zunächst den Takt vorgaben. Fünf Minuten waren im dritten Viertel gespielt, als der sechsmalige Meister mit sieben Punkten davongezogen war.

Bayern-Coach Svetislav Pesic griff ein, nahm eine Auszeit - deren Wirkung jedoch verpuffte: Die Gäste fanden gegen dominante Brose Baskets kein Mittel, wirkten zunehmend kraftlos. Bamberg baute in der Folge den Vorsprung zeitweise bis auf 17 Punkte aus und brachte den Sieg sicher ins Ziel.

Kurz vor Ende der Partie gab es jedoch noch eine Schrecksekunde für Bamberg: Forward Ryan Thompson verletzte sich am Oberschenkel. Nähere Details zu seiner Verletzung sind noch nicht bekannt.

Stenogramm:

Brose Baskets Bamberg - Bayern München 91:79 (44:44)
Beste Werfer: Strelnieks (16), Thompson (15), Wanamaker (14), Mbakwe (13) für Bamberg
Bryant (20), Benzing (12), Djedovic (11) für München
Zuschauer: 6800.
Playoff-Stand: 2:1

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