vergrößernverkleinern
Heiko Schaffartzik war im Trikot des FC Bayern eine Persona non grata in Berlin
Heiko Schaffartzik war im Trikot des FC Bayern eine Persona non grata in Berlin © imago

Berlin - Eine Rückkehr der Reizfigur "war nie ein Thema", sagt ALBA-Sportdirektor Mithat Demirel zu SPORT1. Er und Heiko Schaffartzik äußern sich zu eventuellen Pfiffen bei der EM.

ALBA Berlin hat ein Interesse an Nationalmannschaftskapitän Heiko Schaffartzik deutlich dementiert.

"Das ist kein Thema, und das war es auch nie", sagte Sportdirektor Mithat Demirel SPORT1 im Anschluss an die 77:80-Niederlage gegen WKS Slask Wroclaw in einem nicht-öffentlichen Testspiel am Donnerstagabend in Berlin.

Tags zuvor war der polnische Rekordmeister beim Testspielauftakt der Albatrosse noch mit 98:74 bezwungen worden.

"Kein akuter Bedarf"

Die Berliner Kaderplanung sei "mehr oder weniger" abgeschlossen, erläuterte Demirel. "Wir sind zwar weiter in Überlegungen, haben aber keinen akuten Bedarf."

Schaffartzik, von 2002 bis 2004 und von 2011 und 2013 für ALBA aktiv, ist der einzige vertragslose Spieler im deutschen EM-Kader. Eine Berliner Zeitung hatte eine Rückholaktion sogar gefordert.

Nach seinem Wechsel zum FC Bayern vor zwei Jahren ist der gebürtige Berliner aber zum Feindbild vieler ALBA-Fans geworden, die Schaffartzik seither auspfeifen.

Demirel glaubt jedoch nicht, dass dies während der EM-Vorrunde in Berlin auch so ist: "Schaffartzik ist einer, der sich für Deutschland reinhängt und wichtig ist, und das werden die Zuschauer auch würdigen", meinte er zu SPORT1.

Pfiffe beeinträchtigen Schaffartzik nicht

Der Spielmacher selbst beteuerte, sich darüber nur "immer dann, wenn er von Journalisten danach gefragt wurde" Gedanken gemacht zu haben.

"Das darf mich nicht stören. Und die Berliner wissen auch, dass ich dann auch nicht unbedingt schlechter spiele“, erinnerte er an die Finals 2014 gegen ALBA, als er im vierten Spiel mit drei Dreiern im Schlussviertel zum Meistermacher des FC Bayern wurde.

Schaffartzik, um dessen Verbleib sich FCB-Geschäftsführer Marko Pesic vergeblich bemüht hatte, soll im Juli mit Besiktas Istanbul verhandelt haben. Ein erneuter Wechsel in die Türkei - 2010 spielte er für Türk Telekom in Ankara - hat sich aber offenbar zerschlagen. 

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel