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Bayerns John Bryant (l.) im Einsatz gegen ALBA Berlins Jonas Wohlfahrt-Bottermann
Bayerns John Bryant (l.) im Einsatz gegen ALBA Berlins Jonas Wohlfahrt-Bottermann © imago

Nach drei Niederlagen will der FC Bayern mit einem Sieg gegen Berlin (ab 17 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) die Krise beenden. Djedovic warnt vor Provokationen der Berliner.

Noch will beim FC Bayern niemand von einer Krise reden.

"Nein. Wir müssen nach vorne schauen", sagt Nationalspieler Anton Gavel auch mit Blick auf den Beko-BBL-Gipfel bei Spitzenreiter ALBA Berlin (ab 17 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) und klingt dabei doch ein wenig ratlos.

Nach drei Pflichtspielniederlagen in Folge hat die Stimmung beim Vizemeister gelitten, das Topspiel am Wochenende birgt zusätzliche Gefahr - ist aber auch eine Chance.

Bayern muss sich steigern

Es wird schwierig, am Sonntag etwas mitzunehmen, wenn die Bayern wie zuletzt auftreten.

Auch beim 79:90 (43:38) gegen Roter Stern Belgrad in der Turkish Airlines Euroleague war das Team von Trainer Svetislav Pesic nach einer über weite Strecken guten Vorstellung in der Schlussphase einfach nicht da. In der Vorwoche bei Titelverteidiger Real Madrid (99:101) und danach in der BBL bei den Frankfurt Skyliners (69:74) lief es ähnlich.

"Uns fehlte letztlich die Bereitschaft, den letzten nötigen Einsatz zu bringen", sagte der Serbe nach dem Wiedersehen mit seinem früheren Klub. Vor allem in der Abwehr funktioniert die Mannschaft derzeit gerade in der heißen Phase nicht, gute Teams nutzen das aus.

"Ich will nicht sagen, dass wir den Gegner unterschätzt haben, aber wir haben ihnen zu viele Freiräume gelassen", kritisierte Pesic nach der dritten Pleite im fünften Spiel und lobte gleichzeitig Belgrad: "Sie waren smart und haben sehr gut verteidigt."

Berlin trotzt Personalumbau

Am Wochenende tritt der langjährige ALBA-Chefcoach mit den Bayern wieder gegen alte Bekannte an.

Es wartet eine Mammutaufgabe, die Berliner sind in der Liga noch ungeschlagen, dabei hat es im Sommer erneut einen großen Personalumbau gegeben.

An die Bayern mussten die Berliner mit Alex Renfroe diesmal nur einen Spieler abgeben. Renfroe enttäuschte aber zuletzt gegen die Fraport Skyliners mit null Punkten und drei Ballverlusten. Gegen sein Ex-Team will der US-Amerikaner nun zurückschlagen.

Djedovic warnt vor provokanten Berlinern

Bayern-Forward Nihad Djedovic rechnet mit einer ganz heißen Kiste und fordert seine Teamkollegen auch deshalb auf, sich ganz auf sich zu konzentrieren: "Wenn wir über ALBA Berlin nachdenken und nicht über uns, wird das zum Problem werden. Sie provozieren sehr viel, und sie haben Spieler, die provozieren können", sagte der Bosnier bei Telekom Basketball.

Sollte auch das Spiel bei den Berlinern (14:0 Punkte) verlorengehen, hätten die Bayern (10:4) schon sechs Zähler Rückstand auf den Tabellenführer und frühzeitig schlechte Aussichten auf den Gewinn der Hauptrunde - gleichbedeutend mit der besten Ausgangsposition für die Playoffs.

Bei einem Sieg wären es nur hingegen nur noch zwei. Nach schwierigen Wochen haben die Münchner die perfekte Gelegenheit, sich zurückzumelden.

Das "Highlight der Hauptrunde"

ALBA kündigt das Duell auf seiner Homepage als "Highlight der Hauptrunde" an. "Auf diese großen Spiele hast du natürlich Bock. Das macht Spaß, es sind die einfachen Spiele", sagte der Berliner Nationalspieler Niels Giffey. Mehr als 12.000 Zuschauer werden kommen.

An den letzten Auftritt in der Arena am Ostbahnhof haben die Bayern die schöneren Erinnerungen. Im entscheidenden fünften Halbfinale der abgelaufenen Saison gelang den Gästen ein Sieg, die Saison für ALBA war vorbei.

Alle, die damals dabei waren, werden diesen Tag nicht vergessen haben.

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