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Marco Völler wechselt in die Beko BBL zu den Giessen 46ers
Marco Völler wechselt in die Beko BBL zu den Giessen 46ers © DPA

Die Giessen 46ers verpflichten einen prominenten Namen für die kommende Saison. Der Sohn von Fußball-Weltmeister Rudi Völler wechselt zu den Hessen.

Die Giessen 46ers aus der Beko BBL haben den Sohn von Fußball-Weltmeister Rudi Völler verpflichtet.

Marco Völler (27), der als Power Forward und Center eingesetzt werden kann, wechselt vom Zweitligisten Oettinger Rockets Gotha zu den Mittelhessen und erhält einen Einjahresvertrag.

"Wir waren schon vor zwei Jahren sehr interessiert an ihm und haben seine Entwicklung weiter beobachtet. Marco ist ein Spieler, der extrem physisch ist, etwas, was uns in diesem Jahr ein wenig gefehlt hat", sagte 46ers-Cheftrainer Denis Wucherer.

Völler, 1,99 m groß und 108 kg schwer, freut sich auf die neue Herausforderung.

"Ich habe immer gesagt, dass die BBL mein Ziel ist, jetzt habe ich es geschafft. Zudem ist es schön, wieder in Hessen und somit in der Nähe meiner Familie zu sein", sagte der gebürtige Offenbacher. Völler war in Gotha Kapitän.

Spätstarter Völler erst mit 14 zum Basketball

Die Entscheidung, dem Fußball - dem Sport seines Vaters - den Rücken zu kehren und sich dem Basketball zuzuwenden, traf Völler junior relativ spät.

Als Spätstarter begann erst mit 14 Jahren zum Basketball. Bis dahin trat er noch in die Fußstapfen seines Vaters, kickte wie der Weltmeister von 1990 bei den Kickers Offenbach.

"Irgendwann ist mir aber die Lust am Fußball vergangen", erzählte Völler der Rheinischen Post. Nachdem ihn Schulfreund Jannick zum ersten Mal mit auf den Basketballplatz genommen hatte, entdeckte Völler seine Liebe für das orangefarbene Leder und kehrte kehrte er dem Jugendverein seines Vaters nach der C-Jugend den Rücken. 

"Für meinen Vater war das völlig in Ordnung", berichtet er: "Ihm war nur wichtig, dass ich mich sportlich betätige und nicht zuhause sitze und Computer spiele."

Erster Meistertitel in der Jugend

Sein Talent als Basketballer zeigte Völler schnell Talent und feierte auch früh erste Erfolge.

Nach dem Start beim EOSC Offenbach ging es 2005/2006 weiter zur Jugend des TV Langen, wo er gleich im ersten Jahr Deutscher Meister in der U18 wurde.

Über die erste Mannschaft in Langen in der 2. Bundesliga (2007/2008) setzte der Big Man seine Entwicklung fort. 2012 ging es weiter zu den Hanau White Wings (Pro B), ehe er 2014 eine Liga nach oben wechselte und bei Gotha in der Pro A anheuerte.

Die Rockets führte er als Kapitän und mit 10,3 Punkten und 4,8 Rebounds im Schnitt dieses Jahr bis ins Halbfinale der Pro A, wo das Team allerdings gegen Vechta ausschied.

Bei den 46ers aufs nächste Level

Ex-Nationalspieler Wucherer, einst Assistenztrainer von Dirk Bauermann bei der deutschen Nationalmannschaft und dem FC Bayern, hält große Stücke auf seinen prominenten Neuzugang.

"Über seine Athletik und Physis, gepaart mit genug Spielintelligenz, glauben wir, dass er sein Spiel auf das nächste Level heben wird", erklärte der Coach der Giessener: "Besonders in der Verteidigung kann er ein Anker sein, der es vielen Gegenspielern schwer machen wird. Wir sind sehr froh, dass es im zweiten Anlauf geklappt hat, ihn zu verpflichten und für uns zu begeistern."

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