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Der FC Bayern gerät im Halbfinal-Spiel 3 beim Meister unter die Räder. Die enttäuschende Saison geht mit einer Klatsche zu Ende. Dennis Schröder bekennt Farbe.

Meister Brose Baskets Bamberg hat den FC Bayern München auf schnellstem Wege ausgeschaltet und erneut das Finale der Beko BBL erreicht.

Im dritten Halbfinalspiel fertigte das Team von Trainer Andrea Trinchieri erschreckend schwache Gäste mit 96:65 (49:20) ab, die Best-of-Five-Serie endete 3:0. Bamberg ist nach dem glatten Erfolg in der Neuauflage des Vorjahresfinales in dieser Bundesliga-Saison zu Hause und in den gesamten Playoffs weiter ungeschlagen.

Ab dem kommenden Sonntag (14.45 Uhr im LIVETICKER) geht es gegen ratiopharm ulm oder die Fraport Skyliners um den achten Meistertitel. Die Ulmer führen in der Serie mit 2:1 und haben am Dienstag (19.15 Uhr im LIVETICKER) ihren zweiten Matchball.

Kehrtwende bei Pesic 

Für München ging eine ohnehin enttäuschende Saison mit dem Tiefpunkt zu Ende. Trotz der peinlichen Vorstellung seiner Mannschaft, die im Februar vor Heimkulisse das Pokalfinale verloren hatte, will Trainer Svetislav Pesic nun doch weitermachen. 

Der 66-jährige Serbe hatte Mitte März im Zuge seiner Fehde mit den Schiedsrichtern zwar trotz seines bis 2017 gültigen Vertrags erklärt, dass er nach dieser Saison aufhören könnte, sagte aber vor dem Spiel bei telekombasketball.de: "Ich bin zu 99 Prozent mindestens eine Saison weiter Trainer bei Bayern."

Nach der Abreibung erklärte er: "Wir müssen unsere Lehren aus dieser Saison ziehen. Ab morgen beginnt die neue Saison."

Ob mit ihm, steht aber nach SPORT1-Informationen erst am Ende der neuen Woche fest. In die Gespräche darüber wird auch Ex-Präsident Uli Hoeneß eingebunden.

Schröder im Bamberg-Jersey

Die Brose Baskets, die zum sechstem Mal in sieben Jahren in der Finalserie stehen, dominierten den Gegner nach Belieben.

NBA-Profi Dennis Schröder sah im Bamberg-Trikot mit der Nummer 10 seines Kumpels Daniel Theis ein Duell, das nie spannend und spätestens nach 17 Minute beim 47:15 entschieden war.

München, wenn auch von Verletzungen geplagt, enttäuschte auf ganzer Linie. Power Forward Deon Thompson kehrte zwar ins Team zurück, stand aber nicht mal zehn Minuten auf dem Feld und angelte sich keinen Rebound. "Wir waren an dem Punkt, an dem wir physisch nicht mehr dagegenhalten konnten. Die Spieler haben gewollt, aber sie konnten nicht mehr geben", meinte Pesic.

Ein Ex-Bamberger wehrt sich

"Überzeugend sind heute nur unsere mitgereisten Fans", twitterten die Bayern nach 20 Minuten. Die zweite Hälfte war ein Schaulaufen.

Erfolgreichster Werfer beim Sieger war Nationalspieler Theis mit zwölf Punkten, Nicolo Melli, Elias Harris und Janis Strelnieks folgten mit jeweils elf. MVP Brad Wanamaker kam auf sieben der 29 Bamberger Korbvorlagen.

Topscorer der Bayern war der einstige Bamberger Publikumsliebling Anton Gavel mit 13 Punkten.

Das Playoff-Tableau der Beko BBL
Das Playoff-Tableau der Beko BBL © SPORT1
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