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Ulms Spielmacher Per Günther stemmte sich in Spiel 1 mit 19 Punkten gegen die Niederlage
Ulms Spielmacher Per Günther stemmte sich in Spiel 1 mit 19 Punkten gegen die Niederlage © Imago

Meister Bamberg will in der Finalserie fast alles klar machen. Gegner Ulm setzt auf seine Heimstärke. Coach Leibenath erklärt, wie er Bamberg knacken will.

Die Brose Baskets Bamberg können am Mittwoch (ab 20.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) einen Riesenschritt in Richtung Titelverteidigung machen.

In Spiel zwei des Playoff-Finals in der Beko BBL müssen die Franken jedoch den schweren Gang in die Ulmer ratiopharm Arena antreten.

Das Überraschungsteam aus Ulm konnte in den Playoffs zuhause bisher alle Partien für sich entscheiden und verlor von seinen letzten 16 Liga-Heimspielen nur eines.

Miller knackt Rekordmarke

Um in der Best-of-Five-Serie um die Deutsche Meisterschaft nicht 0:2 in Rückstand zu geraten, müssen die Schwaben nicht nur MVP-Brad Wanamaker stoppen, sondern auch Bambergs Dreierflut eindämmen.

Beim 101:82-Erfolg am Sonntag traf die Truppe von Coach Andrea Trinchieri bärenstarke 63,6 Prozent (14/22) aus der Distanz. Darius "Killer" Miller stellte dabei mit acht von neun Dreiern gleich noch einen Finalrekord auf. Ulm selbst brachte in "Freak City" nur magere vier von 19 Versuchen im Ziel unter.

Offensiv hängt bei Ulm vieles von Nationalspieler Per Günther ab. Der Point Guard spielte schon im Viertelfinale gegen Oldenburg (3:1) und im Halbfinale gegen Frankfurt (3:1) groß auf, und bestätigt mit 19 Punkten gegen Bamberg seine gute Form. Im Schnitt legt er in den Playoffs gut 15 Zähler auf.

Ulms Lehren aus der Pleite

"Wir nehmen jede Menge Positives aus Bamberg mit – und das ist kein Zweckoptimismus", resümierte Ulms Trainer Thorsten Leibenath trotz der Pleite: "Im ersten Viertel waren wir stärker als der Gegner und in den letzten beiden auf einem ähnlichen Niveau. Wenn wir vier Viertel konsequent verteidigen und besser treffen, wird das am Mittwoch ein enges Spiel. Ich freue mich, wenn uns jeder unterschätzt. Dass wir aber eine Chance haben gegen Bamberg, haben wir am Sonntag eindrucksvoll gezeigt."

Geht es nach Leibenath, steht am Ende für Bamberg, das Würzburg und Vizemeister Bayern per 3:0-Sweep aus dem Rennen warf, die erste Playoff-Pleite der Saison.

Denn nehmen die Brose Baskets auch die Festung Ulm, haben sie gleich drei Matchbälle. Der Weg zur achten Meisterschaft seit 2005 wäre damit endgültig frei. Bambergs Coach Trinchieri warnt aber: "Ulm hat gekämpft und wird im kommenden Spiel zuhause noch viel mehr kämpfen und bereit sein."

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