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Den Brose Baskets Bamberg fehlt nur noch ein Sieg zur Titelverteidigung in der Beko BBL. Spiel zwei bei ratiopharm Ulm wird aber erst in der Verlängerung entschieden.

Die Brose Baskets Bamberg stehen nach einem Kraftakt vor dem Gewinn ihrer achten Meisterschaft.

Der Titelverteidiger gewann auch das zweite Finale der Beko BBL und hat durch den mühevollen 92:90 (39:43)-Sieg nach Verlängerung bei ratiopharm Ulm am Sonntag (15.00 Uhr) zu Hause die Chance, in der Best-of-five-Serie alles klar zu machen.

Sollten die vor eigenem Publikum in dieser Saison ungeschlagenen Bamberger den ersten von drei Matchbällen nutzen, wären sie der dritte Klub nach Bayer Leverkusen und ALBA Berlin, der die Playoffs ohne Niederlage abschließt. (Das Finale der Beko BBL im Überblick)

Ulm hat zuletzt vor fast acht Jahren bei den Oberfranken gewonnen und steht vor einer schier unlösbaren Aufgabe.

Wanamaker führt Scorer-Liste an

"Am Ende haben wir ein, zwei Fehler gemacht. Keiner konnte noch, das war ein typischer Schwergewichtskampf", sagte Ulms Spielmacher Per Günther bei telekombasketball.de. Sein Bamberger Nationalmannschaftskollege Daniel Theis meinte: "Wir haben am Anfang zu hektisch gespielt. Wir müssen sehen, dass wir uns nicht so viele Ballverluste leisten."

Brad Wanamaker war mit 23 Punkten bester Werfer der Bamberger. Darius Miller, der seinen Vertrag unter der Woche nach seiner starken Vorstellung im ersten Duell bis 2018 verlängert hatte, musste sich diesmal mit neun Punkten begnügen.

Bei den aufopferungsvoll kämpfenden Ulmern überzeugten vor allem Nationalspieler Per Günther (20) und Da'Sean Butler (19).

Trainer Andrea Trinchieri hatte seine Brose Baskets vor der Atmosphäre in Ulm gewarnt. "In einer vollgepackten Halle muss man selbstsicher auftreten. Du musst eiskalt sein, so wie ein Killer", sagte der Italiener vor dem Spiel bei telekombasketball.de.

Bamberg von draußen stark

Das Team setzte es um. Bamberg zeigte sich unbeeindruckt, ließ den Ball laufen, verschaffte sich freie Würfe und traf wie beim Auftaktsieg am Sonntag (101:82) hochprozentig von der Dreierlinie. Ulm nahm nach acht Minuten die erste Auszeit (17:25).

Anders als im ersten Duell ließen die Gäste im zweiten Viertel die Zügel schleifen. Außenseiter Ulm kam viel besser mit Bamberg zurecht, zwang den Gegner in Einzelaktionen und holte sich die Führung (37:36/19. Minute). Die Brose Baskets fanden in dieser Phase vorne und hinten kein Mittel.

Butler wird tragische Figur

"Wir reden drüber und bringen es in der zweiten Hälfte in Ordnung", zeigte sich Kapitän Brad Wanamaker in der Pause unbeeindruckt, und die Bamberger meldeten sich mit einem 12:2-Lauf zurück. Im Gegensatz zu Spiel eins, das früh entschieden war, blieben die Ulmer aber diesmal dran.

Es blieb auch im Schlussviertel eng. Bamberg hatte beim Stand von 82:82 den letzten Angriff, bekam aber keinen Wurf zustande. Ulm, das nur sieben Spieler einsetzte, wehrte sich auch in den zusätzlichen fünf Minuten nach Kräften.

Nachdem Wanamaker nach einem Solo elf Sekunden vor dem Ende zum 92:90 getroffen hatte, verpassten Butler und Günther jeweils die Chance zum Sieg.

Butler hatte zuvor fünf von fünf Dreierversuchen im Korb versenkt, der sechste wenige Sekunden vor Schluss ging daneben.

Die Partie im Stenogramm:

ratiopharm Ulm - Brose Baskets Bamberg 90:92 (43:39) n.V.
Beste Werfer: Günther (20), Butler (19), Henry (14), Babb (13), Morgan (10), Rubit (10) für Ulm - Wanamaker (23), Melli (16), Zisis (15), Strelnieks (10) für Bamberg
Zuschauer: 6200
Playoff-Stand: 0:2

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