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Ein Bild mit Symbolcharakter: Anton Gavel (r.) kommt gegen Janis Strelnieks ins Straucheln © Imago

Brose Bamberg lässt im BBL-Spitzenduell Verfolger Bayern München keine Chance und bleibt weiter ohne Niederlage. Der Deutsche Meister stellt die Weichen früh auf Sieg.

Meister Brose Bamberg hat im Spitzenspiel gegen Bayern München ein Zeichen gesetzt und die Tabellenführung in der Basketball-Bundesliga mit dem neunten Sieg im neunten Saisonspiel eindrucksvoll behauptet (SERVICE: Die Tabelle).

Im Duell der zuvor ungeschlagenen Titelfavoriten deklassierte das Team von Trainer Andrea Trinchieri die Gäste dank einer geschlossenen Teamleistung mit 90:59 (43:29).

Bamberg, das München im Playoff-Halbfinale der vergangenen Saison 3:0 ausgeschaltet hatte, dominierte das Spiel von Beginn an. Die Bayern hatten mit der Abwehr der Gastgeber große Probleme und trafen schwach, zur Pause war der Rückstand bereits deutlich.

Den Bambergern fehlte Nationalspieler Elias Harris wegen einer bevorstehenden Knie-OP, die Münchner setzen erstmals auf Neuzugang Nick Johnson. Der ehemalige NBA-Profi konnte den überforderten Bayern aber kaum helfen. Die Entscheidung fiel vor dem Schlussviertel, beste Akteure beim Titelverteidiger waren Fabien Causeur (17 Punkte) und Nationalspieler Maodo Lo (16). Beim FC Bayern hieß der Topscorer Devin Booker (15).

"Heute haben wir ein sehr gutes, bisher ungeschlagenes Team besiegt. Wir haben mit viel Energie und clever agiert, das Spiel gut gelesen und meist richtig und schnell reagiert", sagte Bamberg-Trainer Andrea Trinchieri. 

Auch Ulm noch ungeschlagen

Einziges ungeschlagenes Team neben Bamberg ist nun ratiopharm Ulm. Der Vizemeister gewann am Samstag 93:70 (48:39) gegen die Telekom Baskets Bonn und liegt weiter auf Platz zwei.

"Wir haben uns offensiv in einen Rausch gespielt", sagte Trainer Thorsten Leibenath über die Leistung der Ulmer. Bester Scorer im Team war Raymar Morgan. Der Power Forward erzielte 26 Punkte, glänzte mit einer Wurfquote von 81 Prozent und steuerte auch noch acht Rebounds bei.

Weiterhin nicht zu stoppen ist auch medi Bayreuth. Das Überraschungsteam setzte sich nach einer überlegenen Vorstellung 72:56 (33:23) bei den Fraport Skyliners aus Frankfurt durch und hat sieben von acht Saisonspielen für sich entschieden. Bayreuth zog an den Bayern vorbei und ist direkt vor dem früheren Meister Dritter.

Ein dringend nötiges Erfolgserlebnis verpassten derweil die Löwen Braunschweig mit dem früheren Bundestrainer Frank Menz an der Seitenlinie knapp. Der Tabellenvorletzte kassierte gegen die BG Göttingen beim 75:77 (39:35) die siebte Niederlage in Folge.

Die Sonntagspiele im Stenogramm: 

Eisbären Bremerhaven - MHP Riesen Ludwigsburg 87:95 (45:51)
Beste Werfer: Anderson (16), Diggs (15), Hulls (12) für Bremerhaven - Thiemann (23), Toppert (18), Washpun (13), McCray (11), Martin (11) für Ludwigsburg
Zuschauer: 2970

Fraport Skyliners - medi Bayreuth 56:72 (23:33)
Beste Werfer: Vaughn (12), Ibekwe (11), Morrison (10) für Frankfurt - Lewis (17), Marei (13) für Bayreuth
Zuschauer: 4030

Brose Bamberg - Bayern München 90:59 (43:29)
Beste Werfer: Causeur (17), Lo (16), Melli (13), Heckmann (11), Strelnieks (10), Theis (10) für Bamberg - Booker (15) für München
Zuschauer: 6580

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