vergrößernverkleinern
Dennis Schröder
Dennis Schröder (l.) machte bei der EM durchschnittlich 21 Punkte © Getty Images

NBA-Star Dennis Schröder kann die Kritik an seinem angeblich egoistischen Stil nicht verstehen. Der vergebene Freiwurf gegen Spanien kratzt nicht am Selbstbewusstsein.

Nach dem Aus der deutschen Basketball-Nationalmannschaft bei der EM-Vorrunde in Berlin hat sich Point Guard Dennis Schröder gegen den Vorwurf gewehrt, seine Spielweise sei egoistisch.

"Diese Kritik kann ich gar nicht verstehen. Wenn ich auf dem Parkett sehe, dass wir Probleme haben, unsere Würfe nicht treffen, dann will ich der Mannschaft helfen", sagte der 21-Jährige der Bild am Sonntag, "das war halt in vielen Situationen dadurch, dass ich zum Korb gezogen bin und gepunktet habe".

Dies sei aber genau das gewesen, was auch Bundestrainer Chris Fleming von ihm gewollt habe, "abschließen, wenn ich in Korbnähe komme. Ich habe also das gemacht, was der Coach von mir wollte", sagte Aufbauspieler Schröder, der mit im Schnitt 30,4 Minuten die meiste Spielzeit aller deutschen Akteure hatte und bei seiner EM-Premiere durchweg bessere Zahlen geliefert als NBA-Größe Tony Parker bei seiner ersten WM 2003.

Mit durchschnittlich 21,0 Punkten und sechs Assists in den fünf Begegnungen war Dennis Schröder auch der erfolgreichste deutsche Spieler vor Dirk Nowitzki (13,8 Punkte, 7,8 Rebounds). Der Braunschweiger polarisierte jedoch mit seiner Art, manchmal zu eigenwillig zum Korb zu ziehen. Allerdings ließen vor allem die erfahrenen Mitspieler wie Nowitzki oder Anton Gavel in der Offensive Treffsicherheit vermissen.

Dass er den für das EM-Aus möglicherweise entscheidenden Freiwurf beim 76:77 im letzten Gruppenspiel gegen Spanien nicht verwertet habe, nagt nicht an Dennis Schröder.

"Wir haben das Spiel nicht wegen meiner Freiwürfe verloren. Dann hätten wir die Verlängerung erreicht. Aber vorher haben wir schon Fehler gemacht, freie Korbleger verlegt und viele Offensiv-Rebounds abgegeben", sagte Schröder, "ich muss mich bei niemandem entschuldigen, außer vielleicht bei meinen Mitspielern. Aber jeder wirft mal einen Freiwurf daneben."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel