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BASKET-EURO-2015-SRB-ISL
Aleksandar Djordjevic, Trainer der Serben, liefert sich mit seinem Top-Star Milos Teodosic eine gestenreiche Diskussion © Getty Images

Bei der Basketball-EM kämpft Litauen gegen die bisher ungeschlagenen Serben um den Finaleinzug. Beim Vizeweltmeister steht Spielmacher Milos Teodosic im Mittelpunkt.

Bei der Basketball-EM in Frankreich wird am Freitag zwischen Litauen und Serbien (ab 21 Uhr im LIVETICKER) der zweite Finalteilnehmer gesucht.

Der bislang letzte große Triumph der Litauer liegt schon eine Weile zurück. Vor 12 Jahren wurden die Balten in Schweden Europameister.

Der Gegner im Halbfinale wartet seit der Staatstrennung mit Montenegro noch auf den ganz großen Wurf. Doch der Vizeweltmeister von 2014 geht als kleiner Favorit in die Partie, die den Herausforderer von Spanien im Endspiel ermittelt. Die Iberer hatten dank des phänomenalen Pau Gasol Gastgeber Frankreich aus dem Turnier gekegelt.

Der Weg ins Halbfinale

Serbien ist im laufenden Turnier noch ungeschlagen, in der deutschen Vorrunden-Todesgruppe hielt sich das Team von Aleksander Djordevic schadlos. In der K.o.-Phase wurden die Underdogs Finnland und Tschechien schlussendlich souverän aus dem Weg geräumt.

Litauens bisheriger Weg war mühevoller. In der Vorrunde konnte man zwar vier Siege verbuchen. Doch während der Erfolg gegen Lettland deutlich ausfiel, konnte die Mannschaft von Jonas Kazlauskas die Ukraine, Estland und Tschechien nur knapp bezwingen. Gegen Belgien gab es sogar eine überraschende Niederlage. Auch im Achtelfinale schlitterte der Vizeeuropameister von 2013 gegen Georgien nur knapp am Aus vorbei.

(Nerven-)Stärke bewiesen die Litauer allerdings auch im Viertelfinal-Thriller gegen Italien. Wenn es drauf ankommt, sind sie da.

Teodosic als X-Faktor

Beide Mannschaft überzeugen mit Teamplay. Litauens Spiel dreht sich dabei vor allem um NBA-Center Jonas Valanciunas, der mit 17,2 Punkten der fünftbeste Scorer des Turniers ist, und Jonas Maciulis (15,2).

Serbiens beste Punktesammler sind die Big Men Nemanja Bjelica (14,7) und Miroslav Raduljica (14,4). Die Zügel in der Hand hält allerdings Superstar Milos Teodosic (8,3 Assists im Schnitt), der im Turnier schon zwei Mal seinen eigenen Vorlagen-Rekord verbesserte und in der Lage ist, eine Partie im Alleingang zu entscheiden.

"Du kannst ihn nicht stoppen, aber du musst ihm das Leben so schwer wie möglich machen", sagte sein kommender Gegenspieler Mantas Kalnietis, der ebenfalls zu den besseren europäischen Point Guards gehört (7,9 Assists).

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