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Andrei Kirilenko ist Präsident des Russischen Basketball-Verbandes
Andrei Kirilenko ist Präsident des Russischen Basketball-Verbandes © Getty Images

Bei der möglichen Chance auf ein Hintertürchen für die Olympia-Qualifikation für Rio 2016 bekommt der Deutsche Basketball Bund offenbar einen prominenten Gegner.

Der Deutsche Basketball Bund (DBB) bekommt bei der Bewerbung um ein olympisches Qualifikationsturnier im kommenden Jahr Konkurrenz von Russland.

"Sie werden alles tun, um eine Olympia-Qualifikation zu erreichen und ein Turnier zu bekommen", sagte DBB-Präsident Ingo Weiss am Rande der EuroBasket in Berlin. Die Russen haben bei der EM die Finalrunde verpasst und so keine Chance mehr auf die sportliche Qualifikation.

Ungeachtet dessen hat der DBB erneut seine Bereitschaft erklärt, eines von drei Turnieren mit jeweils sechs Teilnehmern ausrichten zu wollen. "Wenn alle Konstellationen passen, werden wir versuchen, uns zu bewerben. Es wird Ende November entschieden, die Ausschreibung dafür ist schon veröffentlicht. Wir schauen, dass wir zur rechten Zeit den Finger heben", sagte Weiss.

Unklar ist, ob Russland und Deutschland jeweils ein Turnier bekommen können oder nur eine Runde in Europa stattfinden wird. "Ein Standort wird wahrscheinlich nach Asien gehen und zwei nach Europa, es kann aber auch ganz anders kommen. Das wurde noch nicht final geklärt", sagte Weiss.

Sollte der DBB den Zuschlag für eines der drei Turniere, bei denen die letzten drei Plätze für Rio de Janeiro vergeben werden, erhalten, hätte die deutsche Mannschaft auch im Falle eines Scheiterns bei der EM noch die Chance auf ein Olympia-Ticket. Die Gastgeber der Sechsergruppen müssen lediglich die Endrunde ihrer Kontinentalmeisterschaften erreicht haben.

Nur die EM-Finalisten bekommen direkt einen Platz für Rio. Die Mannschaften auf den Plätzen drei bis sieben dürfen an einem der Qualifikationsturniere teilnehmen. Schafft es die Mannschaft um Superstar Dirk Nowitzki doch noch dorthin, könnte sich der DBB seine Bewerbung theoretisch sparen - auch wenn die Chancen zu Hause natürlich größer wären.

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