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Jan Jagla (r.) im Duell mit  Julian Wright - ZUM DURCHKLICKEN: Die Stars der deutschen Euroleague-Gegner

München - Die Münchner schlagen nach der Auftaktniederlage in der Euroleague zurück. Savonovic überzeugt.

Von Robin Wigger

Der FC Bayern hat in der Turkish Airlines Euroleague den ersten Sieg gefeiert. Gegen den griechischen Doublesieger Panathinaikos Athen gewannen die Münchner im heimischen Audi Dome mit 81:75 (32:35).

Die Bayern gaben damit die passende Antwort auf die Auftaktniederlage in Barcelona und die Bundesliga-Pleite gegen Göttingen.

Vor allem Dusko Savonovic zeigte sich spielfreudig und führte den FCB mit 20 Zählern zum Erfolg. Bei den Griechen blieb Topstar Dimitris Diamantidis ohne Punkte. Esteban Batista (18) wurde Athens Topscorer.

Unter den Augen von Schweinsteiger und Stoiber

Trainer Svetislav Pesic schickte gegen Panathinaikos Anton Gavel, Nihad Djedovic, Robin Benzing, Dusko Savanovic und John Bryant aufs Feld.

Zunächst sah es unter den Augen von Bastian Schweinsteiger, Holger Badstuber und Edmund Stoiber nicht gut aus für die Bayern, Giankovits eröffnete die Partie mit einem Dreier von weit draußen, im nächsten Angriff ließ Fotsis einen weiteren Distanztreffer folgen.

Doch der FCB ließ sich davon nicht schocken ? im Gegenteil. Savanovic antwortete mit dem nächsten Dreier (3.), bevor Gavel und John Bryant den Bayern die erste Führung brachten.

Gist verkürzt mit der Sirene

Vor allem dank des anfangs starken Giankovits blieben die Athener aber in Schlagdistanz, kein Team konnte sich auf mehr als drei Zähler absetzen.

Am Ende des Viertels nutzte Bayern-Center Vasilije Stimac seine körperlichen Vorteile gegen Julian Wright, der früher in der NBA als Small Forward agierte, bei Athen aber als Fünfer eingesetzt wird, und schloss zwei Mal erfolgreich unterm Korb ab (9.). Der athletische James Gist verkürzte mit der Sirene per Tip-in auf 16:17 (10.).

Die Bayern behielten auch zu Beginn des zweiten Abschnitts die Oberhand. Savanovic ließ sein Team auf fünf Punkte davon ziehen (13.). Doch ein wilder Dreier von Janis Blums brachte Athen zurück ins Spiel.

Pesic nimmt Auszeit

Nachdem sich Batista in der Folge doppelt am Brett durchsetzen konnte, reagierte Pesic und bat seine Akteure zur Auszeit (15.).

Diese verfehlte ihre Wirkung nicht. Der starke Savanovic brachte im Anschluss die Gastgeber mit seinen Punkten 9, 10 und 11 zurück in Front. Kurz danach waren die Bayern erneut fünf Punkte vorne (32:27). Dabei hatte der nominelle Go-to-Guy Nihad Djedovic bis dahin gerade einmal zwei Zähler erzielt.

Auch Athen-Coach Dusko Ivanovic nutzte die Möglichkeit, den Rhythmus des Gegners zu unterbrechen. Und siehe da, die Gäste schalteten einen Gang hoch.

Batista ließ John Bryant in drei Angriffen in Folge alt aussehen, bevor A.J. Slaughter mit der Pausensirene athletisch vollendete und seine Farben mit 35:32 in Führung brachte.

Bemerkenswert: Urgestein Dimitrios Diamantidis, Euroleague MVP von 2011, ging ohne Korberfolg in die Kabine.

8:0-Run der Bayern

Auch im dritten Viertel blieb die Partie eng. John Bryants Erfolgserlebnis nach unglücklichen 20 Minuten beantworte Batista mit einem krachenden Dunking.

Mitte des dritten Viertels wurde es wild. Dreier Fotsis, Dreier Slaughter, Dreier Jagla, Dreier Slaughter ? Auszeit Pesic. Doch Athen kühlte nicht wirklich ab. Ein weiterer Distanztreffer von Blums ließ die Gäste-Führung wachsen (49:55, 37.).

Die Köpfe der Bayern blieben aber oben. Jagla und Stimac nutzen ihre Vorteile gegen Fotsis und Wright zu einem 8:0-Run ? nächster Führungswechsel (29.). Bei dieser Partie waren vor dem Schlussabschnitt aber natürlich wieder die Griechen in Front (55:57, 30.).

"Dusko, Dusko"-Rufe

Nachdem es zunächst weiter hin und her ging, brachte Anton Gavel in der 34. Minute die Halle zum Beben. Der aus Bamberg gekommene Guard schloss einen energischen Drive mit Foul ab und verwandelte auch den Bonusfreiwurf. Mit zwei weiteren Erfolgen von der Linie brachte Gavel sein Team sogar mit sieben Punkten in Front (68:61, 36.).

Ein sechsmaliger Euroleague-Sieger lässt sich aber so schnell nicht abschütteln. In seinem 174. EL-Spiel verkürzte der Grieche Fotsis per Dreier (68:70).

Doch Dusko Savanovic wollte heute unbedingt als Sieger vom Parkett gehen. Nach einem erfolgreichen Distanztreffer des in der zweiten Halbzeit stark aufspielenden Djedovic ließ der Serbe die Kugel erneut fliegen - Dreier nummer vier, die Vorentscheidung!

Und in der Schlussminute machte der Power Forward engültig den Deckel drauf. Laute "Dusko, Dusko"-Rufe schallten durch die Halle.

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