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Muss seine Reisepläne umstellen: Svetislav Pesic
Bei der Euroleague-Partie zwischen Galatasaray und Belgrad lieferten sich die Fans Auseinandersetzungen © getty

Am Rande des Euroleague-Spiels zwischen Galatasaray Istanbul und KK Roter Stern Belgrad ereignete sich ein dramatischer Zwischenfall.

Ein 25-jähriger serbischer Fan der Gäste wurde während der Begegnung in der türkischen Metropole vor dem Stadion niedergestochen. Das bestätigte Zoran Markovic, der serbische Generalkonsul in Istanbul.

Der Täter kam dabei offenbar aus dem eigenen Anhang.

Demnach wurde der Mann bei einer Auseinandersetzung zwischen einigen Hundert Fans beider Lager mit einem Messer schwer an der Brust verletzt. Türkische Ärzte kämpften mehrere Stunden um das Leben des jungen Serben, dieser erlag jedoch seiner schweren Verletzung.

"Diese Tragödie greift den wahren Geist des Sports an", sagte Euroleague-Präsident Jordi Bertomeu: "Gewalt hat keinen Platz in unserem Spiel, in den Stadien oder im Umfeld. Respekt zwischen Rivalen bringt uns alle zusammen. Heute müssen wir uns auf diese Werte besinnen."

Der serbische Ministerpräsident Aleksandar Vucic sprach von einer "ungeheuerlichen Tat", sein türkischer Amtskollege Ahmet Davutoglu teilte ihm in einem Telefonat sein Beileid mit.

Die serbischen Offiziellen verlangen eine zügige Aufklärung des Falles sowie eine schnelle Ergreifung und Bestrafung des Täters.

Etwa 300 Fans des Teams, in dem der deutsche Nationalspieler Maik Zirbes spielt, wurden wegen fehlender Tickets der Eintritt in die Arena verwehrt.

Anschließend attackierten sie laut türkischen Medien die Polizei und den Istanbuler Anhang, der gleichzeitig "Kosovo, Kosovo" skandierte.

Ergin Ataman, Trainer von Galatasaray Istanbul, fand nach der Partie harte Worte.

"Etwa 300 Terroristen kamen ohne Eintrittskarte nach Istanbul und griffen unsere Leute an. Die Euroleague muss sie suspendieren", sagte Ataman: "Ich hatte die Möglichkeit zu sehen, was außerhalb der Arena passiert. Sie hatten Pistolen und attackierten die Polizei. Es ist eine Schande."

Nachdem er von dem tödlichen Zwischenfall erfahren hatte, entschuldigte sich Ataman via "Twitter."

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