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Jamel McLean ALBA Berlin FC Barcelona Euroleague
Jamel McLean (l.) überzeugte gegen Barca mit 16 Punkten und acht Rebounds © getty

ALBA Berlin hat in der Euroleague die große Überraschung geschafft und Titelkandidat FC Barcelona in die Schranken gewiesen.

Zum Auftakt in die Top 16 siegten die Hauptstädter in heimischer Halle mit 80:70 (39:40) gegen den spanischen Meister.

"Das ist ein sensationeller Sieg für uns", freute sich ALBA-Coach Sasa Obradovic nach dem Spiel: "Wir haben mit etwas zu viel Respekt begonnen, haben dann aber unseren Rhythmus gefunden. Ich bin extrem glücklich."

Beste Werfer für ALBA waren Leon Radosevic, Reggie Redding und Jamel McLean mit je 16 Zählern, McLean und Redding kratzten mit zusätzlich jeweils acht Rebounds am Double-Double. Auch Alex Renfroe und Cliff Hammonds (je 11) punkteten zweistellig.

"Das gesamte Team hat heute seinen Teil beigetragen und so haben wir am Ende den Sieg geholt", lobte der zum MVP des Spiels gewählte Redding seine Teamkollegen.

Für die Gäste, die in der Vorrunde in zehn Partien nur eine Niederlage hatten einstecken müssen, waren auch 23 Zähler und sieben Assists des bärenstarken Brasilianers Marcelinho Huertas nicht genug.

Der deutsche Nationalspieler Tibor Pleiß blieb aufseiten der Katalanen in knapp neun Minuten Einsatzzeit ohne Punkte und verbuchte lediglich vier Rebounds.

Dabei hatte die Partie für Barcelona absolut nach Maß begonnen. Nach drei Minuten führte Barca mit 10:0, erst nach knapp vier Spielminuten brach Renfroe mit einem Dreier für Berlin den Bann.

Zum Ende des ersten Abschnitts führte der Euroleague-Champion von 2010 immer noch komfortabel mit 23:16.

"Am Anfang waren wir zu zögerlich, aber dann haben wir so gespielt, wie wir in der Lage sind zu spielen", analysierte Redding.

Im zweiten Viertel drehte der deutsche Pokalsieger den Spieß dann um und kämpfte sich bis zur Halbzeit auf 39:40 heran.

Im dritten Viertel erlebte Barca ein regelrechtes Debakel und geriet mit nur acht Punkten im gesamten Abschnitt vorentscheidend in Rückstand.

ALBA war mit vier Siegen und sechs Niederlagen als Gruppenvierter in die Top 16 eingezogen. Die weiteren Gegner im Kampf um den Einzug in die Playoffs der besten acht Teams sind Galatasaray Istanbul, Panathinaikos Athen, Real Madrid, Roter Stern Belgrad, Maccabi Tel Aviv und Zalgiris Kaunas.

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