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Berlin - ALBA verpasst gegen Maccabi Tel Aviv trotz couragierter Leistung das Viertelfinale und damit einen historischen Erfolg. Ein Amerikaner ist bei den Gästen nicht zu stoppen.

Das Basketball-Wunder von der Spree ist ausgeblieben: Alba Berlin hat die Sensation verpasst und ist in der Basketball-Euroleague ausgeschieden.

Im entscheidenden letzten Spiel der Top-16-Runde unterlag der Bundesligist Titelverteidiger Maccabi Tel Aviv aus Israel nach einem großen Kampf mit 64:73 (34: 41) und verpasste die Chance, als erster deutscher Klub ins Viertelfinale einzuziehen. (Der LIVETICKER zum Nachlesen)

"Ich möchte meinem Team für eine außergewöhnliche Saison gratulieren und dafür, den deutsche Basketball auf die bestmögliche Art vertreten zu haben", sagte Alba-Coach Sasa Obradovic: "Die erfahrenere Mannschaft hat heute gewonnen. Für uns war es eine gute Schule, auch für mich."

ALBA nie vorne

Für Alba, das gegen Maccabi kein einziges Mal führte, wäre das Weiterkommen in der Königsklasse der größte internationale Erfolg seit dem Gewinn des Korac-Cups vor 20 Jahren gewesen.

Mit sieben Niederlagen aus 14 Spielen belegt Alba in der Gruppe E den fünften Platz, nur vier Teams schafften es in die Runde der letzten Acht (14. bis 28. April). Maccabi sicherte sich durch den Erfolg den Einzug in die nächste Runde.

"Wir haben eine tolle Euroleague-Saison gespielt. Das hätte heute der ganz große Wurf werden können. Wir können aber trotzdem stolz sein", sagte Alba-Guard Akeem Vargas.

Smith nicht zu stoppen

Forward Alex King meinte: "Wir müssen jetzt mental stark sein und das Spiel so schnell wie möglich vergessen - es warten weitere Aufgaben."

Berlin erwischte vor 14.133 Zuschauern einen klassischen Fehlstart, bei 3:10 nach nicht einmal drei Minuten nahm Obradovic die erste Auszeit.

Vor allem Maccabis Devin Smith bekam Alba nicht in den Griff, der Amerikaner verwandelte seine ersten drei Dreier - und war letztlich auch mit 28 Punkten (7/10 Dreier) überragender Werfer auf dem Parkett.

McLean mit Problemen

Erst gegen Ende des ersten Viertels fanden die Albatrosse zu ihrem Rhythmus, hielten den Rückstand mit 17:21 in Grenzen.

Im zweiten Durchgang arbeitete sich Alba weiter heran, ein Dreier des starken Alex Renfroe brachte den 30:30-Ausgleich.

Jamel McLean (M.) zieht gegen Brian Randle (2. v. l.) zum Korb
Jamel McLean (M.) wurde unterm Korb häufig gestoppt © Getty Images

Der Guard war auch mit Jamel McLean und Leon Radosevic (je 10 Punkte) bester Alba-Werfer.

McLean wurde allerdings von Tel Avivs Verteidigung weitgehend aus dem Spiel genommen. ALBAs Topscorer traf nur einen von acht Würfen aus dem Feld.

Renfroe hält ALBA im Spiel

Danach kaufte Tel Aviv den Gastgebern aber wieder den Schneid ab, führte mit sieben Punkten zur Pause. (DATENCENTER: Ergebnisse/Spielplan).

Dank Renfroe blieb Alba nach der Pause zunächst auf Schlagdistanz. Doch wenn es eng wurde, konnte Maccabi stets einen Gang zulegen. Von 58:58 zogen die Israelis im Schlussviertel auf 66:59 davon - die Vorentscheidung.

Zeit zum Trauern haben die Berliner nicht. Schon am Samstag (17.00 Uhr) tritt der Titelverteidiger beim Top Four in Oldenburg zum Pokal-Halbfinale gegen die Brose Baskets Bamberg an.

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