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Jordi Bertomeu ist mit der Reform des Weltverbands nicht einverstanden
Jordi Bertomeu ist mit der Reform des Weltverbands nicht einverstanden © Getty Images

Die Euroleague-Klubs haben sich in einem Brief an den Basketball-Weltverband FIBA gegen die für 2017 beschlossene Reform des Spielkalenders gewehrt.

"Klubs und Ligen lehnen es ab, dass Partien von Nationalteams angesetzt werden sollen, wenn Klub-Wettbewerbe laufen", heißt es in dem von Euroleague-Geschäftsführer Jordi Bertomeu unterzeichneten Schreiben.

Die FIBA will künftig Qualifikationsspiele für Europa- und Weltmeisterschaften Jahr für Jahr in vier zweiwöchigen Zeiträumen veranstalten. Da der Terminplan der Vereine schon jetzt eng gesteckt ist, stoßen die Pläne auf Widerstand.

"Die Klubs sorgen für den Großteil des Geschäfts im Basketball, und die Klubs sorgen auch für das Wohl der Spieler. Die Verbände müssen die Klubaktivitäten respektieren und weiterhin für das Wohl der Spieler sorgen", wurde im Brief an FIBA-Generalsekretär Patrick Baumann gefordert.

Dafür müsse unter anderem "weltweit mindestens ein Monat Pause" von allen Basketball-Aktivitäten sein. Auch ein finanzieller Ausgleich für die Vereine soll her.

Während den Vereinen die FIBA-Pläne ein Dorn im Auge sind, begrüßt der Deutsche Basketball Bund (DBB) die Reform.

"Wir sind die einzige Mannschaftssportart, die sich den Luxus erlaubt, die Nationalmannschaft elf Monate wegzuschließen", hatte DBB-Generalsekretär Wolfgang Brenscheidt zuletzt kritisiert. Derzeit wird nur im Sommer und Spätsommer gespielt.

Jan Pommer, scheidender Geschäftsführer der BBL, hat für diese Sicht kein Verständnis: "Unsere Klubs erwirtschaften sauer ihr Geld, und die FIBA leiht sich die Spieler aus. Ein Weltverband kann sich nicht hinstellen und sagen: Das haben wir uns überlegt, das funktioniert schon."

Die Euroleague hofft nun, dass die FIBA "unverzüglich" auf das Schreiben reagiert und es zu einem Dialog kommt.

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