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Die Brose Baskets Bamberg sind amtierender Deutscher Meister
Die Brose Baskets Bamberg sind amtierender Deutscher Meister © Getty Images

Der Präsident der Euroleague bestätigt: Auch im neuen Modus ab nächster Saison hat der Meister aus Deutschland seinen Startplatz in der europäischen Elite-Liga sicher.

Die Bundesliga hat auch im neuen Modus der Euroleague ab der Saison 2016/17 einen Startplatz sicher.

Das bestätigte der Präsident der Euroleague, Jordi Bertomeu, am Donnerstag.

"Es ist klar, dass der deutsche Meister einen Startplatz erhalten wird", sagte der Spanier.

Derzeit gehört keine deutsche Mannschaft zu den elf Besitzern einer A-Lizenz, die zur ständigen Teilnahme an der künftig im Liga-Modus und mit 16 Teams ausgetragenen europäischen Königsklasse berechtigt.

"Wir haben bislang noch keine A-Lizenz an Deutschland vergeben, weil der Wettkampf hier deutlich ausgeglichener als in anderen Ländern ist", erklärte Bertomeu: "Es gab mit Berlin, Bamberg und München in den letzten Jahren drei hervorragende Mannschaften."

Nach welchen Kriterien die fünf verbleibenden Startplätze in der neuen "Europa-Liga" letztlich genau vergeben würden, entscheide sich jedoch erst nach einem Treffen mit den nationalen Ligaverbänden Anfang Dezember.

Im schwelenden Konflikt mit dem Weltverband FIBA, der im Sommer eine Champions League einführen möchte, hofft Bertomeu derweil auf ein Einlenken des Gegenübers.

"Es war schon in der Saison 2000/01 unmöglich, zwei Wettbewerbe zu installieren. Jeder sollte daran interessiert sein, den gleichen Fehler nicht noch einmal zu machen", sagte der 56-Jährige.

Die FIBA hatte damals parallel zur Euroleague die sogenannte Suproleague ausgerichtet, welche bereits nach einer Saison wieder eingestellt wurde.

Daneben regte Bertomeu außerdem eine Neuterminierung der Qualifikationsspiele für Europa- und Weltmeisterschaften an. Statt diese, wie von der FIBA geplant, ab November 2017 jedes Jahr in vier zweiwöchigen Zeiträumen zu veranstalten, sprach sich der Euroleague-Boss dafür aus, im Juli alle Partien am Stück auszutragen.

Vorteil sei, dass die Spielzeiten im Klub-Basketball dann bereits beendet sind und keine Interessenkonflikte entstünden, so Bertomeu.

Auch die europäischen NBA-Profis wie Dennis Schröder könnten theoretisch für ihre Nationalmannschaften auflaufen.

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