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Der FC Bayern und die Brose Baskets Bamberg vertreten Deustchland in der Euroleague
Der FC Bayern und die Brose Baskets Bamberg vertreten Deustchland in der Euroleague © Getty Images

Die Einführung einer Champions League ist vom Tisch: Die Euroleague einigt sich mit Spitzenklubs auf ein neues Format. Deutschland muss um seinen Startplatz noch zittern.

Die Euroleague hat sich mit den europäischen Spitzenklubs auf ein neues Format geeinigt und dem Weltverband FIBA damit die Grundlage für seine geplante Revolution entzogen.

In Anlehnung an Fußball und Handball wollte die FIBA zur Saison 2016/17 eigentlich eine eigene Champions League einführen.

Die elf Inhaber der A-Lizenz, die zur ständigen Teilnahme an der Euroleague berechtigt, unterzeichneten am Dienstag in Barcelona einen Zehnjahresvertrag mit der Euroleague.

Es besteht eine Option für weitere zehn Jahre. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Vereine mit fünf weiteren Klubs um den Titel spielen. Derzeit gibt es ein 24er-Feld.

Der Deal, an dem auch die Sportmarketingfirma IMG beteiligt ist, sei ein "revolutionäres Joint Venture" und der "letzte Schritt zu einer echten Europaliga", hieß es in der Pressemitteilung der Euroleague.

Ob Deutschland seinen Startplatz behält, ist noch nicht bekannt. Drei Meister ohne A-Lizenz sollen Tickets erhalten, dazu kommen der Eurocup-Sieger und ein Qualifikant.

Bereits im Juli hatte die FIBA ihre Pläne präsentiert und Anfang des Monats am Sitz in Mies/Schweiz mit Vertretern der Klubs darüber diskutiert. Doch das Angebot des Weltverbandes wurde offenbar ausgeschlagen.

 Die Champions League hätte die Euroleague als europäischen Top-Wettbewerb ablösen sollen.

"Das ist ohne Zweifel seit der Gründung die bedeutendste Entscheidung in der Geschichte der Euroleague", sagte Jordi Bertomeu, Präsident der Euroleague: "Diese Vereinbarung ist der Gipfel der Vision der Klubs, eine echte Europaliga zu erschaffen. Die Partnerschaft mit IMG garantiert Erfolg und führt den Basketball zu neuen Horizonten."

Die Vereine wollen der FIBA und den Landesverbänden ihr neues Projekt präsentieren und sich laut Euroleague darum bemühen, dass alle "für das Wachstum in Wettbewerben für Klubs und Nationalteams" zusammenarbeiten. Kommunikation ist auch notwendig, denn noch immer gibt es Diskussionen um den neuen FIBA-Kalender.

Ab November 2017 sollen Qualifikationsspiele für Europa- und Weltmeisterschaften Jahr für Jahr in vier zweiwöchigen Zeiträumen veranstaltet werden.

Die Klubs halten von dieser Idee wegen der ohnehin großen Belastung im Liga-Alltag und Europacup nichts.

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