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Die FIBA schaltet sich in den Europapokal-Streit ein
Die FIBA ist der Weltverband des Basketballs © Getty Images

Der Streit um die Europapokal-Wettbewerbe geht in die nächste Runde. Der Weltverband FIBA kritisiert die Geldverteilung der Euroleague und spricht von einem "Syndikat".

Zwei Wochen nach der Klage der Euroleague gegen die FIBA bei der Europäischen Kommission hat nun der Weltverband den gleichen Schritt vorgenommen und Beschwerde gegen das Verhalten der anderen Partei eingelegt.

Laut FIBA sei die Euroleague-Klage nur zur "Verschleierung" der eigenen Verfehlungen vorgenommen worden. Der Weltverband wirft der Euroleague unter anderem vor, die Klubs unter Druck zu setzen. Die Euroleague hatte sich zuvor über eine unerlaubte Einflussnahme der Verbände beklagt.

Die Auseinandersetzung läuft, seitdem die FIBA entschieden hat, eine Champions League einzuführen. Der neue Wettbewerb soll der Euroleague, derzeit wichtigster Europapokal, ab der kommenden Saison Konkurrenz machen.

Finanzschwächere Klubs werden laut FIBA von der Euroleague diskriminiert, dazu sei der neue Vertrag mit den elf Inhabern der A-Lizenz, die zur ständigen Teilnahme am Wettbewerb berechtigt, der eines "Syndikats". Die Klubs hatten sich im November für zehn Jahre an die Euroleague gebunden. Kein Bundesligist verfügt über eine A-Lizenz.

Ende März hatte die FIBA ihren Mitgliedsverbänden mit dem Ausschluss der Nationalmannschaften für ihre Wettbewerbe gedroht, sollten Klubs Zusagen für die Teilnahme am von der Euroleague organisierten zweitklassigen Eurocup geben.

So darf Deutschland noch auf die Teilnahme an Olympia 2018 in Rio hoffen, obwohl Dirk Nowitzki und Co. sportlich bei der Heim-EM 2015 gescheitert sind.

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