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Tim Ohlbrecht spielt bei ratiopharm Ulm © Getty Images

Tim Ohlbrecht hat sich mit heftiger Kritik an den Verantwortlichen des Deutschen Basketball Bundes gegen seine Ausbootung aus der Nationalmannschaft gewehrt.

"Ich muss mich für Dinge rechtfertigen, die ich nicht verursacht habe und nicht beeinflussen kann", sagte der 26-Jährige bei "spox.com".

"Die Sache ist nur: Ich muss mich ebenfalls zu Wort melden, damit die Öffentlichkeit beide Seiten kennt."

Ohlbrecht hatte im Sommer erneut vergeblich versucht, einen Vertrag in der nordamerikanischen Profiliga NBA zu ergattern.

Dafür hatte er auf die Lehrgänge mit der Nationalmannschaft in Vorbereitung auf die EM-Qualifikation verzichtet.

Zwar war Ohlbrecht wie einige andere Nationalspieler nach der Summer League zum Nationalteam gereist, aber nach wenigen Tagen schon aus dem Kader gestrichen worden.

Bundestrainer Emir Mutpacic hatte bei SPORT1 den Verzicht wie folgt erklärt: "Er hat in der NBA Summer League gespielt. Dann hat er zwei, drei Tage trainiert und ich war nicht mit seiner Leistung zufrieden. Mit Daniel habe ich von seinem ersten Tag in der Summer League an kommuniziert. Er hat Willen gezeigt, dass er in der Nationalmannschaft spielen möchte - vor der Summer League und währenddessen. Das ist der Unterschied zu Tim Ohlbrecht. Den habe ich 15 Mal angerufen und er hat nicht geantwortet."

Der Bundesliga-Profi von ratiopharm Ulm hat seine ganz eigene Erklärung: "Das kann ich nur so erklären, dass der Verband nach den ganzen Summer-League-Ausflügen eingeschnappt war und die Oberen ein Statement setzen wollten an alle Nationalspieler: 'Euch droht das gleiche Schicksal wie Ohlbrecht'."

Er sei immer noch gekränkt, doch da müsse er drüber stehen, so Ohlbrecht weiter. Er wolle nicht den DBB für alles verantwortlich machen.

Der DBB habe seine Gründe für die Kader-Zusammenstellung gehabt, sich für die EM qualifiziert und somit alles richtig gemacht. Es sei das gute Recht, so zu denken.

"Jetzt lassen wir alles sacken und nächstes Jahr können wir uns gerne zusammensetzen und alles besprechen. Dann gibt es keinen Grund, nicht mehr zusammenzukommen", meinte Ohlbrecht.

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