vergrößernverkleinern
Dennis Schröder will auch in Zukunft für Deutschland auflaufen - auch für Quali-Spiele?
Dennis Schröder will auch in Zukunft für Deutschland auflaufen - auch für Quali-Spiele? © imago

Berlin - Die FIBA ändert ihren Quali-Kalender, damit die Nationalteams häufiger zu sehen sind - mit Folgen für Vereine und Ligen. Die NBA lässt das kalt, die Euroleague pokert noch.

Wie im Fußball werden ab 2017 auch im Basketball während der Saison Qualifikations-Spiele der Nationalteams ausgetragen.

Bei einem Pressetermin in Berlin erläuterten DBB-Präsident Ingo Weiss und Frank Leenders, Generaldirektor Medien & Marketing beim Weltverband FIBA, die grundlegende Reform des Wettbewerbskalenders.

Während sich Jan Pommer, scheidender Geschäftsführer der Beko BBL, zunächst gegen die schnelle Einführung zweier Zeitfenster von jeweils zehn Tagen im November und Februar gewehrt hatte, soll es nun mit allen nationalen Ligen Einigkeit geben, betonte Weiss.

Länderspiele zur All-Star-Pause

Die NBA werde allerdings ihren Spielbetrieb nicht unterbrechen und keine Spieler abstellen: "Wir hatten nichts anderes erwartet."

Allerdings glaubt er, dass im Februar während der Pause zum All-Star Weekend Abstellungen nicht nominierter Akteure realistisch sind.

Beginnend mit der WM-Quali im November 2017 werden alle Qualifikationen für Welt- und Kontinentalmeisterschaften in sechs Zeitfenstern (Nov., Feb., Jun., Sep., Nov., Feb.) mit jeweils zwei Partien ausgetragen. Und dies weltweit zeitgleich, womit die Basketballer dem Fußball voraus seien, heißt es von der FIBA.

Basketball-WM weicht Fußball-WM aus

Fünf Jahre nach der WM 2014 steigen dann - erstmals mit 32 Teams - die Titelkämpfe in China, danach geht es wie gehabt im Vier-Jahres-Rhythmus mit Weltmeisterschaften weiter.  Der DBB erwägt eine Bewerbung für die WM 2023.

Europameisterschaften werden nicht mehr alle zwei, sondern nach 2017 nur noch alle vier Jahre ausgetragen - trotz Widerständen des Kontinentalverbands FIBA Europe, dem "eine gute Einnahmequelle wegfällt", erwähnt Weiss.

Ziel der Reform ist es, die Nationalmannschaften öfter in Blickpunkt zu rücken. "Zwei Wochen Sichtbarkeit ist nicht genügend", monierte Leenders. In einigen Ländern hätten die Auswahlteams nie Pflichtspiele im eigenen Land, obwohl sie doch "die Lokomotive der Sportart" seien.

Noch Redebedarf mit der Euroleague

Während manche Landesverbände n noch mit den nationalen Ligen über Versicherungen und Abstellgebühren diskutierten, sei zwischen DBB und Beko BBL bis 2022 alles geregelt.

Der entsprechende Vertrag sei vor drei Jahren und bereits im Wissen um die kommende Reform verlängert worden, sagte Weiss zu SPORT1.

Mehr Mühe hat er mit der privat organisierten Euroleague, dem höchsten Europapokalwettbewerb. Eine schriftliche Vereinbarung steht noch aus.

Es gehe dem Euroleague-Präsidenten Jordi Bertomeu ums Geld. Weiss hat Verständnis: "Es ist legitim, dass Jordi bis zum letzen Moment für jeden Tausender an den Fäden zieht."

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel