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Johannes Voigtmann (r.) zeigte eine gute Partie © Imago

Deutschland darf weiter von einer Teilnahme an der EM träumen. Im Qualifikationsspiel gegen Österreich gibt sich das DBB-Team keine Blöße, Johannes Voigtmann ragt heraus.

Die deutschen Basketballer haben den Sturz in die Bedeutungslosigkeit vorerst abgewendet und dürfen weiter auf das EM-Ticket hoffen.

Am vorletzten Spieltag der Qualifikation gewann die Mannschaft von Bundestrainer Chris Fleming in Bamberg 78:58 (43:28) gegen Österreich, damit fällt die Entscheidung am Samstag (19 Uhr im LIVETICKER) bei Gastgeber Niederlande in Leiden. 

Mit der Bilanz von drei Siegen und zwei Niederlagen liegt die deutsche Mannschaft (8 Punkte) in der Gruppe B weiter auf dem zweiten Platz hinter den Niederlanden (9), die Dänemark nach hartem Kampf bezwangen (98:88 n.V.). Damit ist für den Gruppensieg am Wochenende ein Sieg mit fünf Punkten oder mehr gefordert. Die Österreicher (7) und Dänen (6) sind aus dem Rennen. 

"Wir müssen gucken, dass wir aus den Phasen, in denen wir nicht so gut spielen, schnell wieder rauskommen. Das ist uns heute gelungen. Das zweite Viertel war der beste Basketball, den wir bislang gespielt haben", sagte Topscorer Johannes Voigtmann. 

Patrick Heckmann meinte: "Es war viel Druck da. Wir haben an uns geglaubt, hart verteidigt, und uns dann auch leichte Punkte in der Offensive erarbeitet. Wenn wir so spielen wie heute, haben wir sehr gute Chancen gegen Holland."

Gegen Niederlande muss klarer Sieg her

Zumindest den zweiten Platz hat die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) durch den Erfolg über die Österreicher schon sicher. Da aber nur die Gruppensieger und die vier besten Zweiten zur EM fahren, würde am Wochenende eine Niederlage bei den Orange Lions mit ziemlicher Sicherheit das Aus bedeuten.

Schon gegen die Österreicher war ein Sieg Pflicht, um die Chance auf Rang eins zu wahren. Doch die deutsche Mannschaft tat sich in der Anfangsphase wie in den Spielen gegen die Niederlande in Oberhausen (71:75) und in Dänemark (102:106 n.3.V.) schwer.

Erst im zweiten Abschnitt, zuvor so etwas wie das "Problemviertel", lief es besser. Die Gastgeber zwangen Österreich zu Fehlern und nutzten diese konsequent aus. Beim 30:19 war die Führung erstmals zweistellig.

Anders als im Hinspiel beim Außenseiter in Schwechat, wo das DBB-Team elf Tage zuvor nach einem zwischenzeitlichen 16-Punkte-Rückstand mit viel Glück gewonnen hatte (61:59), dominierten die Fleming-Schützlinge beim Wiedersehen weitestgehend das Geschehen. Bis zur Pause wuchs der Vorsprung weiter an. 

Nur 3117 Zuschauer in Bamberg

In der nicht einmal zur Hälfte gefüllten Arena des deutschen Meisters Brose Bamberg, nur 3117 Zuschauer waren wohl auch wegen der bislang schwachen Auftritte gekommen, änderte sich nach dem Seitenwechsel wenig am Bild. Es schlichen sich zwar mehr Fehler ein, die Österreicher konnten davon jedoch zunächst nicht profitieren. 

Das änderte sich, im Schlussviertel zeigte das DBB-Team doch noch einmal Nerven und ließ die Gäste wieder bis auf neun Zähler herankommen (58:49). Die Schwächephase hielt nicht lange an, Lokalmatador Patrick Heckmann und Paul Zipser (Chicago Bulls) sorgten mit wichtigen Körben für Ruhe.

Neben Voigtmann trafen auch Heckmann (14) und Zipser (13) zweistellig. Die Bilanz vor dem Entscheidungsspiel ist negativ. Deutschland hat in 45 Länderspielen gegen die Niederlande 20 Siege geholt. In Leiden ist der 21. gefordert. 

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