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Die deutsche Nationalmannschaft kann doch auf eine Olympia-Teilnahme hoffen
Chris Fleming (r.) und Dennis Schröder haben bei der Auslosung Glück gehabt © Getty Images

Das Glück ist dem deutschen Nationalteam bei der Auslosung der EM-Gruppen hold: Die Reise geht nach Israel, die Topfavoriten spielen woanders, das Achtelfinale ist drin.

Die deutschen Basketballer um NBA-Profi Dennis Schröder haben bei der Europameisterschaft (31. August bis 17. September 2017) machbare Aufgaben vor sich. Das Team von Bundestrainer Chris Fleming trifft bei der Vorrunde in Tel Aviv auf Gastgeber Israel, Litauen, Italien, die Ukraine und Georgien.

Dies ergab die Auslosung am Dienstag in Istanbul. Vier Mannschaften aus jeder der vier Sechsergruppen erreichen das Achtelfinale. 

"Die Gruppen sind dieses Mal viel ausgewogener besetzt als 2015", sagte Fleming, der seine Favoriten schnell ausgemacht hatte: "Litauen ist fast immer auf den Punkt stark, Italien ist nur hauchdünn an der Olympiaqualifikation gescheitert." Vor Georgien und der Ukraine müsse man Respekt haben. Israel sei immer bissig und spiele klein. Der Heimvorteil werde natürlich helfen, so Fleming. 

Einfacher als 2014?

Auch Armin Andres, Vizepräsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB), war mit dem Los zufrieden: "Insgesamt hat die Auslosung die Favoriten sehr gut verteilt." Die deutsche Gruppe werde aber "in jedem Fall eine Mammutaufgabe".

Die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB), die sich ohne Schröder (Atlanta Hawks) auf den letzten Drücker für die EM qualifiziert hatte und wegen der zuletzt schwachen Ergebnisse nur aus Topf 5 gezogen wurde, spielt in der 11.000 Zuschauer fassenden Menora Mivtachim Arena. 

Die Finalrunde findet in Istanbul statt.

Damit ist die Herausforderung für das letzte große Turnier unter dem Amerikaner Fleming (46), der nach der EuroBasket voraussichtlich von seinem Assistenten Henrik Rödl (47) beerbt werden wird, auf dem Papier einfacher als vor zwei Jahren.

"Hart, aber machbar"

Bei der EM 2015 traf das Nationalteam um den mittlerweile zurückgetretenen Superstar Dirk Nowitzki als Vorrundengastgeber in Berlin auf Serbien, den späteren Titelgewinner Spanien, Italien, die Türkei sowie Island und schied aus.

"Wenn man die Gruppe mit der von der EuroBasket 2015 vergleicht, sind wir erst einmal sehr erleichtert. Aber wir müssen uns nichts vormachen, das sind alles schwierige Gegner", meinte Kapitän Robin Benzing: "Mit Italien haben wir noch eine Rechnung offen, das ist gut, dass wir sie wieder in der Gruppe haben. Litauen war im EM-Finale, Israel spielt zu Hause, das wird hart. Die Ukraine und Georgien sind wegen ihrer Physis immer unangenehm, aber insgesamt ist die Gruppe machbar."

Spanien, Frankreich und Serbien dürften auch 2017 die Topfavoriten sein.

Die Gruppen im Überblick:

Gruppe A: (Helsinki/Finnland): Polen, Griechenland, Frankreich, Finnland, Island, Slowenien

Gruppe B: (Tel Aviv/Israel): Ukraine, Israel, Litauen, Georgien, Italien, DEUTSCHLAND

Gruppe C: (Cluj-Napoca/Rumänien): Kroatien, Tschechien, Spanien (TV), Montenegro, Rumänien, Ungarn

Gruppe D: (Istanbul/Türkei): Großbritannien, Russland, Serbien, Lettland, Türkei, Belgien

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