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Cathy Fischer und Mats Hummels haben geheiratet
Cathy Fischer und Mats Hummels haben geheiratet © getty / Fotomontage

Von Ehefrau zu Ehefrau. Beim Cathy-Fisher-Bashing bin ich raus. Neues aus der Wortkurve - die Kolumne.

Liebe Cathy Fischer/ Cathy Hummels/ Cathy Fischer-Hummels,

ich weiß, das klingt jetzt erst einmal wie "Post von Wagner", aber ich kann Ihnen versichern: Ich habe deutlich bessere Zähne als der Autor der anderen Kolumne. 

Auf diesem Wege wollte ich Ihnen zur Hochzeit mit Mats Hummels gratulieren. Punkt. Kein Aber. Ich wünsche Ihnen beiden wirklich alles Glück der Welt. Bleiben Sie so glücklich, wie Sie auf den meisten Fotos aussehen. 

Um ehrlich zu sein: Ich habe Sie auch schon parodiert. Aber nur im kleinen Kreis. Und auch gar nicht besonders gut. Aber als ich heute ein paar Reaktionen auf Ihren schönsten Tag im Leben gelesen habe, war ich beschämt. Und ich verspreche Ihnen, es nie wieder zu tun. 

Hoffentlich lassen Sie sich Ihren Hochzeitstag nicht von Leuten versauen, die Sachen wie diese schreiben: "Wem interessiert die?", oder Ihnen in einem einzigen Hauptsatz mit sechs groben Fehlern mangelnden Intellekt vorwerfen. Leuten wie denen müsste man eigentlich auch mal einen Brautstrauß an den Kopf werfen. Vielleicht ein schönes Gesteck aus Terrakotta? Das würde vielleicht einiges wieder gerade rücken, und wenn es nur die Rechtschreibung wäre. 

Ich weiß noch sehr gut, wie es mir am Tag meiner eigenen Hochzeit vor fast fünf Jahren ging. Ich habe am Tag der Kirchlichen Trauung einen Pickel entdeckt, der so groß war wie der Elfmeterpunkt. Nervlich war ich weiter unten als der HSV in der letzten Saison und nur die Tatsache, dass ich eine super Maskenbildnerin hatte (und beim Prosecco-Frühstück auf feste Nahrung zu Gunsten des Prosecco verzichtete), hat mich davon abgehalten, den Schleier gegen einen Motorradhelm einzutauschen. 

Wie müssen Sie sich dann bitte gefühlt haben? Immer im Wissen, dass ALLES, was Sie tun, sagen und tragen gnadenlos unter dem Mikroskop beleuchtet wird. Unter dem Flutlicht-Mikroskop, wohlgemerkt. Von Zilliarden Nutzern der Sozialen Medien. Wie gruselig. 

Ganz ehrlich, ich hoffe, Sie konnten sich an Ihrem Hochzeitstag darauf konzentrieren, was wirklich wichtig ist und sie konnten die sogenannten Hater einfach ausblenden. Wie schon die (noch viel mehr als Sie gedisste) Taylor Swift sang: "And the haters gonna hate, hate, hate, hate, hate…!" Richtig. Darum sind sie auch keine Blumenmädchen geworden. Ätsch. 

Liebe Cathy Fischer, jetzt heißt es Flittern statt Twittern. Genießen Sie Ihr Glück, und wenn Sie Ihren Ehemann in der nächsten Saison auch noch zu Höchstleistungen busseln, ist Ihren ganzen Kritikern vielleicht auch endlich mal der Soja Latte.

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