vergrößernverkleinern
FUSSBALL: 1. BUNDESLIGA 01/02 SPORTSTAETTEN
Der Hamburger SV will vorerst keine weiteren Flüchtlinge auf seinen Parkplatz lassen © Getty Images

Der Hamburger SV hat die Unterbringung von weiteren Flüchtlingen auf einem Parkplatz in der Nähe des Volksparkstadions verboten.

Der Bundesligist reichte bei der Hamburger Innenbehörde eine entsprechende Unterlassungsanordnung ein. Dies bestätigte ein Sprecher auf Anfrage des Hamburger Abendblatts.

Die Stadt Hamburg kämpft seit Wochen mit der Unterbringung der ankommenden Flüchtlinge. Offiziellen Angaben zufolge nahm die Hansestadt in diesem Jahr bereits 5725 Menschen auf. Die Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung befindet sich an der Schnackenburallee in Stellingen auf einer vom HSV gepachteten Parkanlage unweit des Stadions.

Bei Heimspielen des Bundesliga-Dinos finden dort 1500 Fahrzeuge Platz - im Moment sind auf einem Teil dieser Fläche dort jedoch etwa 1300 Asylsuchende untergebracht. Der Verein hatte die Parkplätze selbst zur Verfügung gestellt, wurde aber nicht konsultiert, als das Lager ausgeweitet werden sollte.

"Die Lösung kann aber nicht sein, uns zu enteignen", erklärte HSV-Mediendirektor Jörn Wolf die Unterlassungsanordnung. Der HSV fürchtet bei Heimspielen ein großes verkehrstechnisches Problem, wenn noch mehr Parkfläche zweckentfremdet wird.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel