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David Odonkor denkt über eine TV-Karriere nach
David Odonkor gewann in diesem Jahr "Promi Big Brother" © Getty Images

Dortmund - David Odonkor prüft nach seinem Sieg bei Promi-Big-Brother Angebote als TV-Moderator. Wie Ailton ins Dschungel-Camp einzuziehen, schließt der Ex-Profi derweil aus.

David Odonkor sieht seine Zukunft im Fernsehen statt im Fußball. "Natürlich bleibe ich dem Sport erhalten, aber eine Fernsehgeschichte wäre nicht schlecht", sagte Odonkor am Rande des Dede-Abschiedsspiels zu SPORT1.

"Ich werde mich am Montag mit meinem Management zusammensetzen und schauen, wo der Weg hingeht. Es sind Angebote da, auch wegen Big Brother", so der 31-Jährige, der Ende August den Promi-WG-Container als Sieger verlassen hatte.

Der früherer Bundesliga-Spieler und WM-Held von 2006 erklärte nun, er habe Offerten für TV-Formate, zum Beispiel im Bereich Moderation.

"Let's dance" wegen des Knies abgesagt

Auf die Spuren von Ailton will sich der Big-Brother-Gewinner hingegen nicht begeben. "Dschungelcamp auf gar keinen Fall", sagte Odonkor über eine mögliche weitere Rolle als Kandidat.

Für die RTL-Show "Let's dance", wo Hans Sarpei im Juni zum Sieg tanzte, ließ sich der ehemalige Nationalspieler zumindest ein Hintertürchen offen.

"'Let's dance' muss ich mal gucken. Das hätte ich in diesem Jahr auch machen können, habe es aber wegen meines Knies abgesagt", verriet der einstige BVB-Stürmer, der von 2002 bis 2006 für den Ruhrgebietsklub 75 Spiele bestritt.

Karriereende mit 29 Jahren

Im Herbst 2006 hatte der Ex-Nationalspieler als Angreifer von Betis Sevilla einen Knorpelschaden erlitten. Danach plagten den schnellen Stürmer immer wieder Probleme am rechten Knie.

Schließlich musste Odonkor seine Karriere im September 2013 wegen anhaltender Verletzungen im Alter von nur 29 Jahren beenden.

"Gänsehaut pur" an alter Wirkungsstätte

Danach war Odonkor, der mit seiner Familie in Steinhagen bei Bielefeld wohnt, im Amateurbereich als "Co" beim SC Verl und SC Herford tätig, machte auch den Trainer-A-Schein.

Zuletzt stand er als Coach beim Westfalenligisten TuS Dornberg an der Linie, schmiss dort aber im Mai nach nur drei Monaten hin.

Die Rückkehr nach Dortmund an seine alte Wirkungsstätte war für den ehemaligen Profi etwas ganz Besonderes.

"Das letzte Mal habe ich hier 2006 gespielt. Wenn man die Zuschauer in Dortmund sieht, das ist einfach Gänsehaupt pur", sagte Odonkor, der nach wie vor für die BVB-Traditionsmannschaft kickt.

Big Brother als Chance

"Sehr positiv aufgenommen" hat er die Resonanz auf seinen Erfolg bei der Reality-Show Big Brother.

"Ich hätte nicht gedacht, dass ich gegen Menowin das Rennen mache. Aber ich bin einfach so geblieben, wie ich bin, habe mich nicht verstellt und bin immer ehrlich", sagte er.

Durch den Sieg in der SAT.1-Show sieht er nun die Möglichkeit für einen beruflichen Neuanfang.

"Die Zuschauer und Fans haben mir die Chance gegeben", so der 31-Jährige zu SPORT1.

"Die werde ich nutzen und viel zurückgeben", meinte der Ostwestfale, der einst bei der Deutschen Post eine Lehre als Briefträger begonnen hatte, ehe er mit 17 Jahren Fußballprofi wurde.

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