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Der Karnevalswagen des Fanrats Braunschweig wurde gestoppt © Fanpresse Braunschweig

Eine Fan-Vereinigung macht ihrem Ärger gegen Kommerz-Klub wie RB Leipzig beim Karneval Luft. Die Polizei hält den Anti-RB-Wagen trotz vorheriger Genehmigung aber auf.

Das 0:2 von Eintracht Braunschweig am Sonntag bei RB Leipzig haben viele Fans der "Löwen" anders als sonst nicht live im Stadion verfolgt.

Sie boykottierten die Partie beim Klub des Brause-Herstellers und kritisierten die zunehmende Kommerzialisierung im Fußball parallel in Form eines Karnevalswagens beim Braunschweiger Umzug "Schoduvel".

Es gab Schilder mit der Botschaft "Red Bull zerstört den Fußball" oder eine nachempfundene Anzeigentafel mit den Lettern "Bullenschweine 0, BTSV Eintracht 1".

Auch Hannovers Präsident Martin Kind bekam sein Fett weg mit der Botschaft: "Kind, hörst du schlecht? 50+1 muss bleiben!" Kind ist gelernter Hörgeräteakustiker und hat sich in diesem Bereich als Unternehmer selbständig gemacht.  

Klare Message an RB Leipzig © Fanpresse Braunschweig

Die Polizei hatte den Wagen der Vereinigung "FanRat Braunschweig" zuvor abgenommen. Dennoch bremsten die Beamten den Wagen auf Höhe der Braunschweiger Stadthalle - wegen Schmähgesängen á la "Bullenschweine" beziehungsweise "Alle Bullen sind Schweine".

In einem offenen Brief stellte der Fanrat klar: "Wir sind ein Wagen gegen das Geschäftsgebaren von Red Bull gewesen! (…) Natürlich wird in diesem Zusammenhang auch mal gegen die roten "Bullen" aus Leipzig gesungen, aber niemand - und wirklich niemand - hat in dem Moment an die Polizei gedacht. Dass daraus jetzt Anzeigen gegen alle Teilnehmer konstruiert werden, ist eine Farce!"

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