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Der FC Fulham greift bei seinen Spielern zu drastischen Mitteln
Der FC Fulham greift bei seinen Spielern zu drastischen Mitteln © Getty Images

Nach der Verurteilung von Sunderlands Adam Johnson greift Fulham zu drastischen Mitteln. Der Verein testet seine Spieler mit einem fingierten Flirtversuch.

Dem früheren AFC Sunderland Spieler Adam Johnson (28) droht nach dem Schuldspruch im Sex-Skandal um eine Minderjährige nun eine langjährige Haftstrafe. Den Verantwortlichen anderer Vereine scheint der Fall eine Warnung zu sein.

Falscher Facebook-Account als Lockmittel

Bei Fulham wurde bereits vor einiger Zeit zu besonders drastischen Mitteln gegriffen, um den Spielern die Gefahren vor Augen zu führen, die der Umgang mit den sozialem Netzwerken mit sich bringt. Wie unter anderem The Evening Standard berichtet, engagierte der Verein einen Sicherheits-Experten, der sich auf Facebook als 16-jähriger, weiblicher Fan ausgab und einige der Spieler kontaktierte.

Wie Ex-Trainer Kit Symons (44) dem Blatt bestätigte, bestanden nicht alle angeschriebenen Spieler den Test mit Bravour. So gab es wohl einige, die in die Falle tappten und sich umso schockierter zeigten, als der vermeintliche Annäherungsversuch sich als Test heraus stellte.

Gefahren werden unterschätzt

Symons erklärte, dass viele der prominenten Spieler sich im Internet in falscher Sicherheit wiegen würden und einfach davon ausgingen, bei Fehlverhalten nicht erwischt zu werden. Es sei frustrierend, wenn ein Spieler gegen Werte verstoße, die man im Verein vermitteln wolle.

"Das sind 30 junge Burschen, für die du eine Vaterrolle übernimmst. Du hoffst, dass sie vernünftige Entscheidungen treffen, wenn sie nach der Arbeit nach Hause gehen.“, beschreibt der Ex-Coach seine Gefühle.

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