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Jerome Boateng (M.) mit Bundespräsident Gauck und Kanzlerin Merkel
Jerome Boateng (M.) mit Bundespräsident Gauck und Kanzlerin Merkel © Imago

Bundespräsident Joachim Gauck wird nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren. Die taz spricht sich auf ihrer Titelseite für Jerome Boateng als Nachfolger aus.

Seit Montag ist es offiziell: Bundespräsident Joachim Gauck wird nicht für eine zweite Amtszeit als deutsches Staatsoberhaupt kandidieren.

Am 12. Februar 2017 wird deshalb die Bundesversammlung zusammentreten und seinen Nachfolger wählen.

taz fordert Bundespräsident Boateng

Für die Zeitung taz ist allerdings schon klar, wer der ideale Nachfolger wäre: Jerome Boateng.

Das Blatt titelt in seiner Dienstagsausgabe: "Nachfolger schon gefunden".

Darunter ein Bild mit Gauck, Boateng und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Ehrung der deutschen Weltmeister von 2014.

Die Zeitung schrieb: "Joachim Gauck wird aus Altersgründen nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren. Alle Parteien sind nun auf der Suche nach dem Nachfolger. Dabei kann es nur einer werden. Jerome Boateng. Deutschlands beliebtester Nachbar."

Plan hat einen Haken

Damit spielt die taz auf die diskriminierenden Äußerungen von AfD-Vize Alexander Gauland an, mit der der Politiker den Nationalspieler in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung beleidigt hatte.

Gauland hatte gesagt: "Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut, aber wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben." Danach hatte es eine Breite Welle der Solidarität für Boateng gegeben.

Der Plan der taz mit Boateng als Gauck-Nachfolger hat allerdings einen großen Haken: Der 27 Jahre alte Verteidiger kann frühestens 2028 Bundespräsident werden. Denn laut Grundgesetz muss der Bundespräsident mindestens 40 Jahre alt sein.

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