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Kaum ein englischer Spieler polarisierte so sehr wie Paul Gascoigne © Getty Images

Englands Ex-Star Paul Gascoigne war eine selten zu beruhigende Skandalnudel. Eine kuriose Methode bei der EM 1996 trieb den Mittelfeldspieler zu starken Leistungen.

Verglichen mit Paul Gascoigne kann man Mario Balotelli fast schon als zahmes Lämmchen bezeichnen.

Der britische Ex-Star taumelte schon zu seiner Zeit als Profi von Skandal zu Skandal und war kaum ruhig zu kriegen.

Damit er sich voll auf den Fußball konzentrierte, griff das Trainerteam der englischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft 1996 auf ein äußerst kurioses Mittel zurück: Assistenzcoach Bryan Robson schenkte "Gazza" eine Angel.

"Er war nur relaxed, wenn er Fische angelte. Das machte er hin und wieder unter der Woche mit David Seaman (Ex-Nationaltorwart; Anm. d. Red.). Robson gab ihm deshalb eine Angel. 'Gazza' tat vor den Spielen dann so, als würde er in den Bädern des Wembley-Stadions fischen. Dadurch war er entspannter", verriet sein Ex-Mitspieler Gareth Southgate bei FA TV.

Laut Southgate, heute als Chefcoach der Three Lions tätig, wäre ein Spieler wie Gascoigne im modernen Fußball ein "absolutes Unikat". Der einstige Mittelfeldmann ließ sich auch immer wieder besondere Jubel einfallen - so beispielsweise im Gruppen-Duell mit Schottland 1996.

Gascoigne warf sich nach seinem entscheidenden 2:0-Siegtreffer auf den Boden und ließ sich von seinen Mitspielern mit Wasserflaschen bespritzen. Hintergrund der kuriosen Szene: eine wilde Sauftour vor der EM in Hongkong, bei der sich Gascoigne Alkohol auf diese Art und Weise einflößen ließ.

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